FC Carl Zeiss Jena gegen VfB Leipzig 3:1

Tore: 0:1 Heidrich (7.), 1:1 Schneider (41.), 2:1 Holetschek (80.) 3:1 Zimmermann (84.)

Jena:
Neumann; Sänger; Röser, Penzel (82. Sadlo); Bennert (75. Kämpfe), Cramer, Schneider, Holetschek, König (75. Hauser); Weber, Zimmermann
Leipzig:
Kischko; Lindner; Förster, Pinder; Däbritz, Heidrich, Werner, Wulftange (62. Schmidt), Bittencourt (80. Schuster); Kujat, Weichert

Zuschauer: 4105

Schiedsrichter: Hilmes (Nordhorn)

Spielkurzbericht
Die Szenerie erinnerte an den Wiederaufstieg vor einem Jahr: Nach dem Schlußpfiff stürmten Hunderte aus der Jenaer Fankurve auf das Spielfeld und auch die anderen Zuschauer feierten den FCC mit stehenden Ovationen. Anerkennung für eine tolle Saison, die mit dem Sieg gegen Leipzig und Platz sechs in der Tabelle ihren würdigen Abschluß fand.
Neben Hutwelker fehlten in dieser Begegnung die verletzten Stammspieler Raickovic und Nedic. Bevor die dadurch umformierte Jenaer Abwehr zueinander gefunden hatte, stand es auch schon 0:1. Heidrich hatte eine Eingabe Weicherts unbedrängt per Kopf verwertet. Auch danach waren die Abstimmungsprobleme unübersehbar, die VfB-Führung vollauf verdient. Hätte Mario Neumann nicht mit Glanzparade Bittencourts Schuß entschärft (31.), wäre Kujats "Knieball" nicht an den Pfosten, sondern ins Tor gesprungen (33.) - Leipzig hätte erstmals in diesem Jahr auswärts nicht verloren. So aber kam Jena noch vor der Pause zum Ausgleich, als die Gäste beim 22 Meter-Freistoß von Bernd Schneider (bester Feldspieler!) wohl mit einer Flanke von links gerechnet hatten, der Ball aber im kurzen Eck einschlug. Gäste-Torwart Kischko machte da keine glückliche Figur und wirkte auch in vielen anderen Situationen extrem unsicher.
Sein Gegenüber Neumann hatte dagegen einen ausgesprochen guten Tag und vollbrachte seine größte Tat in der 53. Minute, als er den völlig freistehenden Kujat durch rechtzeitiges Herauslaufen stoppen konnte. Es sollte Leipzigs letzte Chance in diesem Spiel bleiben ! Denn nach einer Art Hitze-Auszeit beider Mannschaften, als sie sich ausschließlich auf Mittelfeldaktionen beschränkten, zog Jena als erstes wieder das Tempo an und kontrollierte bis zum Schluß das Geschehen. Chancen nach teils sehenswerten Kombinationen waren die Folge. Während Heiko Weber in der 72. Minute mit seinem schwächeren linken Fuß noch am Tor vorbei schoß, traf Olaf Holetschek nach Vorarbeit Schneiders mit Flachschuß aus fünfzehn Metern. Das für mich schönste Tor des Tages erzielte dann Jenas bester Schütze dieser Saison, Marc Zimmermann. Eigentlich hatte er den Zweikampf mit einem Leipziger Abwehrspieler schon verloren, doch er erkämpfte sich den Ball zurück und schlenzte ihn aus zehn Metern über Kischko ins entlegene obere Eck zum 3:1. Aufgrund der klaren Überlegenheit in der 2. Halbzeit ein verdienter Heimsieg, übrigens der erste gegen die Sachsen in der zweiten Bundesliga.
Klar, schon durch die Abgänge von Vogel, Hutwelker, Enke werden Verstärkungen für die neue Saison unumgänglich sein. Und dennoch, nach den Leistungen in dieser Saison können die Anhänger des einzigen Thüringer Profiklubs auch der nächsten Serie optimistisch entgegen schauen. Zumal das Gros der Mannschaft zusammen bleibt. <fc>

VfB Lübeck gegen FC Carl Zeiss Jena 2:1

Tore: 0:1 Cramer (27.), 1:1 Jurgeleit (34.), 2:1 Golke (78.)

Lübeck:
Wilde; Behnert; Mazeikis, Grümmer; Hoffmann, van der Steen, Jurgeleit, Golke, Hetmanski; Schwerinski (90. Kindgen), Türkmen
Jena:
Neumann; Bennert; Röser, Sänger; König, Kämpfe (81. Hauser), Cramer (72. Deffke), Holetschek, Penzel; Weber, Zimmermann

Zuschauer: 8500

Schiedsrichter: Leimert (Ludwigshafen)

Spielkurzbericht
[diesmal von Björn Pfennig, der live in Lübeck dabei war]
Schätzungsweise 350 Fans (!) waren von der Saale an die See mitgereist um dem FC Carl Zeiss den Rücken zu stärken. Nachdem die Jenaer die Lübecker Anfangsoffensive mit guten Chancen für die Norddeutschen überstanden hatten, gewannen sie deutlich an Spielanteilen und konnten sich mehrere gute Chancen erarbeiten. In der 25. Minute nutzte der Club dann sogar einen Konter zur 1:0-Führung. Nach Eingabe Thoralf Bennerts lenkte ein Lübecker Abwehrspieler einen Kopfball Heiko Cramers unhaltbar ins eigene Tor. Doch schon 8 Minuten später fiel der Ausgleich für den VfB, als Jurgeleit eine Freistoßablage Golkes unhaltbar für Neumann verwandelte. Damit riß der Faden im Jenaer Spiel und die Mannschaft verlegte den Schwerpunkt in der Folgezeit auf die Abwehrarbeit, wobei die Hintermannschaft einige Male unsicher wirkte und das Unentschieden manchmal nur mit Glück verteidigt werden konnte.
In der zweiten Halbzeit kamen die Lübecker mit neuem Schwung aus den Kabinen und setzten die Jenaer Abwehr von Beginn an unter Druck. Chancen für die Norddeutschen blieben nicht aus. Ein 20 m-Schuß verfehlte das Jenaer Gehäuse nur knapp, bevor Golke in der 77. Minute aus gleicher Entfernung mit einem herrlichen Schuß den Endstand herstellte, welcher für den VfB den endgültigen Klassenerhalt bedeutete. Kurz darauf rettete Mario Neumann mit gutem Reflex sogar das 2:1, als ein Lübecker Stürmer frei vor ihm auftauchte. Danach setzte der FCC, von den mitgereisten Fans nach einer guten Saison fanatisch gefeiert (die Lübecker Zuschauer waren sichtlich beeindruckt), zur Schlußoffensive an. Mark Zimmermanns Schuß nach schöner Einzelaktion war jedoch zu schwach und unplaziert, um den Lübecker Torwart ernsthaft in Gefahr zu bringen. Die größte Chance für die Jenaer, doch noch einen Punkt aus Lübeck mitzunehmen, besaß kurz vor dem Ende Rene Deffke. Seine Direktabnahme einer Jenaer Ecke verfehlte jedoch das Tor knapp.
Schade, daß es die Mannschaft mal wieder nicht geschafft hat, eine 1:0- Führung in Punkte umzusetzen. Gerade auf fremden Plätzen müßte das in Zukunft besser gelingen, um in der nächsten Saison nicht unnötig in Schwierigkeiten zu kommen.

FC Carl Zeiss Jena gegen Hannover 96 4:1

Tore: 1:0 Schneider (7.), 2:0 Kämpfe (47.), 2:1 Prinzen (48.), 3:1 Zimmermann (88.), 4:1 Bennert (90.)

Jena:
Neumann; Raickovic; Röser, Nedic (34. Bennert); Kämpfe, Penzel, König (73. Deffke), Holetschek, Schneider (90. Cramer); Weber, Zimmermann
Hannover:
Sievers; Prinzen; Schneider (63. Benthin), Klütz; Daschner, Linke, Jasarevic, Winkler, Weiland; Kovacec, Majak (42. Dehne)

Zuschauer: 3321

Schiedsrichter: Wack (Biberach)

Spielkurzbericht
Mit Hannover 96 hatten zwei Mann aus dem Jenaer Lager recht ungute Erfahrungen gemacht: Dejan Raickovic erhielt vor Jahren dort keinen neuen Vertrag, kam deshalb nach Jena und ist hier Stammlibero. Und Eberhard Vogel wurde als Trainer vom dortigen Präsidium entlassen. Seitdem ging es mit den Niedersachsen stetig bergab, mittlerweile schwebt der Klub in akuter Abstiegsgefahr. Die drohende Drittklassigkeit - bitter für eine Metropole wie Hannover.
Die treuesten der dortigen Fans hatten sich lautstarke Verstärkung besorgt; Trommler eines Fanfarenzuges taten ihr Bestes. Auf dem Spielfeld aber gaben zu Beginn die Jenaer den Takt an. Weber vergab per Kopf schon nach 50 Sekunden die erste Chance. Mehr Erfolg hatte Bernd Schneider , als er eine Eingabe von Zimmermann verwertete. Mark Zimmermann selbst hätte schon nach 14 Minuten das 2:0 besorgen können, doch rettete Torwart Sievers zur Ecke. Hinzu kamen an Tormöglichkeiten ein Beinahe-Eigentor von Prinzen nach Eingabe Königs (40.) und ein Freistoßheber Schneiders kurz vor der Pause. Sievers war auch hier auf dem Posten. Einzigst erwähnenswerte Chance der Gäste in Halbzeit eins war ein noch leicht abgefältschter Schuß von Daschner nach einer halben Stunde, den Mario Neumann parierte.
Unmittelbar nach der Pause wurde es turbulent. Zunächst verwandelte Kämpfe einen Freistoß Schneiders mit Volley-Schuß ins linke Eck, im Gegenzug der Anschlußtreffer durch Kopfball Prinzens. In der 53. Minute sah Hannovers Abwehrspieler Klütz nach erneutem Foulspiel an Holetschek die Gelb-Rote Karte. Dies wiederum rief dessen Trainer Stoffregen auf den Plan, der so vehement protestierte, daß er vom Schiri in den Tribünengang verbannt wurde. Die Gäste rückten nun auf, spielten alles oder nichts und belagerten zeitweise den Jenaer Strafraum. Bei der Masse der Zuschauer stieß das auf Unverständnis, schließlich agierte Jena in Überzahl. Der Erfolg gab den Akteuren letztendlich aber recht, denn während die Niedersachsen vor dem Tor mit ihrem Latein am Ende schienen, fuhr Jena eine Konterchance nach der anderen und hätte bei den Chancenvorteilen schon viel früher den Sack zubinden können. Bennerts Latten- und Schneiders Pfostenschuß sind da nur zwei Beispiele unter vielen. Sehenswerte Treffer in den Schlußminuten besiegelten endgültig den ersten Sieg Jenas im sechsten Vergleich mit Hannover.
Erfreulich, daß Bernd Schneider nach viel Durchschnitt endlich mal wieder eine Super-Partie spielte. Ebenfalls überzeugen konnten Heiko Weber und Marco Kämpfe, der sich als Krönung (ebenso wie Bennert) über sein erstes Bundesligator freuen durfte. <fc>

VfL Bochum gegen FC Carl Zeiss Jena 1:1

Tore: 0:1 Holetschek (4.), 1:1 Kracht (9.)

Bochum:
Gospodarek; Kracht, Jack, Schmugge; Stickroth, Michalke (66. Wieczorek), Peschel, Rudy, Gudjonsson, Reis; Közle (66. Wohlfarth)
Jena:
Neumann; Raickovic; Röser, Nedic; Kämpfe, Penzel, König, Holetschek, Schneider (76. Cramer); Weber, Zimmermann (89. Bennert)

Zuschauer: 11000

Schiedsrichter: Wezel (Tübingen)

Spieltelegramm
Überraschender Punktgewinn beim künftigen Erstligisten +++ Tore jeweils nach Standarts +++ Zuletzt gescholtene Jenaer Abwehr stand diesmal sicher +++ Bochumer Druckperiode nach der Pause +++ Cramer und Zimmermann hatten in Schlußphase Chancen zum Auswärtssieg
Mehr Infos zum Spiel gibt's auf der VfL-Homepage

FC Carl Zeiss Jena gegen MSV Duisburg 2:4

Tore: 0:1 Schneider (12./Eigentor), 1:1 Zimmermann (22.), 2:1 Zimmermann (31.), 2:2 Marin (52.), 2:3 Anders (83./Foulstrafstoß), 2:4 Anders (89.)

Jena:
Neumann; Raickovic; Sänger (24. Röser), Nedic; Hutwelker, Cramer (74. Ziegner), Schneider (87. Bennert), Holetschek, König; Weber, Zimmermann
Duisburg:
Pieckenhagen; Westerbeek (68. Schütterle); Hopp, Wohlert; Hirsch, Puschmann, Kienle, Osthoff, Anders (90. Reiter); Salou (86. Löbe), Marin

Zuschauer: 3774

Schiedsrichter: Blumenstein (Berlin)

Spielkurzbericht
Eberhard Vogel wird wohl kein Ehrenbürger Zwickaus werden. Der Trainer des dortigen FSV hatte in einem TV-Interview scherzhaft diese Belohnung in Aussicht gestellt, falls der FC Carl Zeiss Schützenhilfe im Aufstiegskampf leisten sollte. Daraus wurde leider nichts. Der MSV kam zum ersten Sieg nach acht Spielen und der neue Trainer Friedhelm Funkel (zuvor bei Uerdingen in der 1. BL) feierte ein gelungenes Debüt.
Genau dieser Trainerwechsel schien einen gehörigen Motivationsschub bei den Gästen ausgelöst zu haben, jedenfalls bestimmten sie zunächst das Geschehen und gingen zeitig in Führung. Bernd Schneider, am kurzen Pfosten postiert, fälschte einen Kopfball von Salou nach Eckstoß unglücklich ins eigene Tor ab. Mark Zimmermann gelang aber schon zehn Minuten später der Ausgleich, als er eine Unsicherheit von Pieckenhagen ausnutzte. Und er setzte mit dem schönsten Tor des Tages sogar noch einen drauf: Röser schlägt einen Ball aus der eigenen Hälfte, den sich Zimmermann erläuft, auf rechts zu Hutwelker spielt. Dieser flankt zentimetergenau zurück zum Jenaer Stürmer, welcher den Ball aus acht Metern volley in die Maschen setzt.
Dem MSV merkte man in dieser Phase die Verunsicherung ob des Rückstandes deutlich an und ich bin mir sicher, daß der Widerstand endgültig gebrochen gewesen wäre, hätte Karsten Hutwelker in der 51. Minute einen Konter erfolgreich zum 3:1 abgeschlossen. Leider pfiff das Leder übers Gäste-Gehäuse. Und wie so oft wurde die verpaßte Vorentscheidung prompt bestraft, als Marin im Gegenzug am Strafraum nicht angegriffen wurde und sein Schuß den Weg ins Tor fand. Aber was heißt Schuß - es war eines der Kullerbällchen, die auch für unterklassige Torhüter normalerweise nicht zum Problem werden sollten... - Derartig aufgebaut, drängte Duisburg nun auf die Entscheidung. Raickovic konnte den Schuß des robusten Salou gerade noch vor der Linie entschärfen (75.). Sieben Minuten vor Schluß gerieten König und Kienle in Jenas Strafraum aneinander - der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Gästetrainer Funkel vielsagend: "Für mich ein 100prozentiger Elfmeter. Nur - nicht jeder Schiedsrichter pfeift das!". Dirk Anders nutzte die Chance, obwohl Neumann die Ecke geahnt hatte. Der Ex-DDR- Oberligaspieler stellte auch das Schlußresultat her, als er einen Fehler von Ziegner bestrafte.
Am Bemühen hat es sicher nicht gefehlt, aber wieder einmal kassierte Jena vermeidbare Treffer durch Fehler im Abwehrverhalten. Es muß ohnehin verwundern, daß der in den vergangenen Jahren stabilste Mannschaftsteil in dieser Saison nach Schlußlicht Wattenscheid die meisten Treffer aller Zweitbundesligisten bekommen hat. Mit solchen Bilanzen schafft man es halt nicht zum Ehrenbuerger... Beste Spieler gegen den MSV: Jens König und Mark Zimmermann. <fc>
hier der Bericht auf der MSV-Homepage

FSV Mainz 05 gegen FC Carl Zeiss Jena 3:0

Tore: 1:0 Lieberknecht (21.), 2:0 Ziemer (39.), 3:0 Demandt (76.)

Mainz:
Wache; Müller; Stöver, Neustädter; Lieberknecht, Schmidt, Akrapovic, Hock (87. Kreuz), Quakili; Ziemer, Demandt (89. Lednikky)
Jena:
Neumann; Raickovic; Sänger (80. Kämpfe), Nedic; Cramer (54. Bennert), Hutwelker, König, Holetschek, Schneider; Weber, Zimmermann

Zuschauer: 3000

Schiedsrichter: Ertel (Günzburg)

Spieltelegramm
Abstiegsbedrohte Gastgeber mit viel Druck aus dem Mittelfeld +++ Zwei Tore nach Fehlern in Jenas Hintermannschaft +++ nur kurz nach der Pause diktierten Gäste das Geschehen +++ Mainzer Chancen in der Schlußphase hätten zu Jenaer Debakel führen können

FC Carl Zeiss Jena gegen Arminia Bielefeld 2:1

Tore: 1:0 Weber (20.), 1:1 Walter (32.), 2:1 Schneider (77.)

Jena:
Neumann; Raickovic; Sänger, Nedic; Bennert (68. Deffke), Ziegner (61. Kämpfe), Cramer, Schneider, König; Weber, Zimmermann (82. Zimmerling)
Bielefeld:
Stein; Stratos; Voigt, Molata, Hobday (23. Andonov), Bode, von Heesen, Schürmann (70. Quallo), Reeb; Walter, Studtrucker (85. Vier)

Zuschauer: 6402

Schiedsrichter: Kemmling (Burgwedel)

Spielkurzbericht
In den letzten Wochen hatte der FC Carl Zeiss trotz der nach wie vor achtbaren Tabellenposition doch eher durchwachsene Leistungen geboten. Ausgerechnet gegen den Aufstiegsanwärter Arminia Bielefeld, mit Ex-Bundesligakönnern wie Stein, Bode, von Heesen und Walter bestens besetzt, gelang endlich mal wieder ein starkes Spiel. Jede Menge Beifall von den Rängen und drei Punkte zum endgültigen Klassenerhalt waren der Lohn.
Dabei waren die Voraussetzungen denkbar ungünstig. Durch die verletzten Holetschek, Sugzda, Röser, Wentzel, Eschler sowie den gesperrten Hutwelker mußten Jenas Trainer erneut umstellen. Die Arminia machte zwar von Anbeginn das Spiel, doch wurde ebenso schnell deutlich, daß die Thüringer mit großem Kampfeswillen dagegen halten würden. Und die Führung gab da natürlich zusätzlichen Auftrieb: Einen 20-Meter- Freistoß von Schneider konnte Uli Stein gerade noch an die Lattenunterkante lenken, Heiko Weber schaltete am schnellsten und köpfte den zurückspringenden Ball aus nächster Nähe ein. In der 31. Minute hatte Bennert nach Webers Paß sogar das 2:0 auf dem Fuß, doch Stein ließ sich durch den Heber nicht überlisten. Stattdessen keine 60 Sekunden später der Ausgleich, als von Heesen den vierten Eckball Arminias verlängerte und Torjäger Fritz Walter das Leder in die Maschen spitzelte. Bis zur Pause weitere Großchancen hüben wie drüben: Studtrucker scheiterte völlig freistehend an Mario Neumann (37.) und Heiko Cramers Schuß krachte an die Latte (44.) - Schade, gerade ihm, der sich nach langwieriger Verletzung erstaunlich schnell in die Mannschaft zurück gespielt hat, wäre ein Torerfolg zu wünschen gewesen.
Im zweiten Abschnitt zunächst das gleiche Bild: Die Arminia spielbestimmend, wirkte kombinationssicher und zweikampfstark; Jena mit viel Einsatz auf Konter bedacht. Der Kulminationspunkt dann in Minute 67: Zimmermann wird mit Steilpaß in Szene gesetzt, Andonov reißt ihn als letzter Mann zu Boden und sieht nach dieser Notbremse folgerichtig die Rote Karte. Nun wittert Jena seine Chance auf mehr als ein Remis - und nutzt sie. Cramer sieht Bernd Schneider links am Strafraum freistehend, spielt ihn mit weiter Flanke an und "Schnix" trifft direkt mit dem Innenspann aus etwa acht Metern. Klar, daß Bielefeld nun alles nach vorn warf, doch die Thüringer brachten den Vorsprung über die Zeit.
Bei der Frage nach Jenas besten Spielern waren sich diesmal übrigens alle Beobachter einig: Zum einen Karsten Sänger, der in der Verteidigung unter anderem gegen einen starken Fritz Walter überzeugte und zum anderen Heiko Weber, der sich im Laufe dieser Saison doch enorm gesteigert hat. Für Arminia Bielefeld, das in Jena mit exakt dem gleichen Resultat wie im Hinspiel verlor, bleibt immerhin der Trost, daß die ärgsten Verfolger in der Tabelle ebenfalls Niederlagen einstecken mußten und daß somit der Durchmarsch von der dritten in die erste Liga (noch) nicht weiter in Gefahr geraten ist. <fc>

Chemnitzer FC gegen FC Carl Zeiss Jena 3:0

Tore: 1:0 Gütschow (57.), 2:0 Gütschow (79.), 3:0 Gütschow (85.)

Chemnitz:
Weißflog; Wahl; Laudeley, Panadic; Hecker, Renn, Wienhold (74. Ballack), Culek, Dünger (56. Bittermann); Aracic, Gütschow (86. Wagner)
Jena:
Neumann; Raickovic; Sänger, Röser (26. Cramer); Nedic, Schneider, Holetschek (11. Sugzda, 19. Bennert), König; Deffke, Zimmerling

Zuschauer: 4600

Schiedsrichter: Domurat (Datteln)

Spielkurzbericht
In den anderen ostdeutschen Stadien gab es in dieser Saison nichts zu holen für den FC Carl Zeiss. Nach den Niederlagen bei Leipzig und Zwickau verlor man man nun auch in Chemnitz. Damit endete eine Serie von vier Spielen ohne Niederlage, die CFC-Anhänger konnten dagegen über den ersten Heimsieg 1996 jubeln.
Vor dem Spiel hatten sechs junge Cheerleaders versucht, die Stimmung etwas anzuheizen. Und auch wenn diese Darbietung nur mit spärlichem Applaus belohnt wurde - sie besaß wohl immer noch einen höheren Unterhaltungswert als das, was 22 Fußballprofis in der ersten Hälfte zu bieten hatten. Fehlpässe in Serie, Sicherheitsfußball vor den Strafräumen und harmlose Fernschüsse prägten das Bild. Lediglich Aracics Hechtflugkopfball in der 44. Minute sorgte für Gefahr. Zu dieser Zeit hatte Jena sein Auswechselkontingent schon längst ausschöpfen müssen; Holetschek humpelte nach Zusammenprall mit Wienhold als erstes vom Platz, sein Ersatz Sugzda wurde acht Minuten später vom Feld getragen und zu allem Übel erwischte es auch noch Röser nach einer Rettungsaktion so schwer, daß er gemeinsam mit Sugzda ins Krankenhaus transportiert werden mußte.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit verstärkte Chemnitz etwas den Druck. Nach Gütschows Führungstor zog sich der Gastgeber jedoch wieder zurück, gab das Mittelfeld komplett preis. Jena setzte sich zwar nun in der gegnerischen Hälfte fest, doch in Strafraumnähe schaffte man es wieder einmal nicht, sich gegen eine vielbeinige Abwehr Tormöglichkeiten zu erspielen. Stattdessen sorgte der Ex-Jenaer Gütschow mit schönem Seitfallzieher für die Vorentscheidung. Die durch die Verletzungen zwangsumgestellte FCC-Abwehr bekam den Chemnitzer Torjäger nie in den Griff - dessen lupenreiner Hattrick war die Konsequenz. Auf der Gegenseite hatten die Manndecker einen sorgenfreien Nachmittag; das Jenaer Ersatz-Sturmduo dürfte in Zukunft selbiges auch bleiben, dessen Harmlosigkeit war nämlich kaum zu überbieten. Gut gefallen hat uns hingegen das Comeback von Heiko Cramer, der als Einwechsler seine Mittelfeldkollegen Hutwelker und König klar ausstach. Neben ihm überzeugte noch Dejan Raickovic mit einer engagierten Partie sowohl in der Abwehr und als auch im Vorwärtsgang.
Auch wenn der FCC vom Ergebnis her etwas unter Wert geschlagen wurde - der Chemnitzer Erfolg war allemal verdient. Wenn man bedenkt, daß in den nächsten drei Wochen alle drei momentanen Aufstiegsaspiranten auf Jena zukommen, wird eine Steigerung bitter nötig sein. <fc>
hier der Bericht auf der CFC-Homepage
siehe auch Bericht auf dem zweiten CFC-Server

FC Carl Zeiss Jena gegen SV Waldhof Mannheim 0:0

Jena:
Neumann; Raikovic; Sänger, Röser; Nedic, Hutwelker, Schneider (84. Cramer), Holetschek, Penzel (62. Bennert); Weber, Zimmermann (62. Deffke)
Mannheim:
Langner; Köpper; Schnalke, Barth; Gerlach, Luginger (76. Dehoust), Reichel, Hofmann, (76. Zeyer), Scheuber; Kobylanski, Gunnlaugsson

Zuschauer: 5277

Schiedsrichter: Hotop (Köln)

Spielkurzbericht
Der FC Carl Zeiss Jena bot am Freitag eines seiner schwächsten Heimspiele dieser Saison. Schon in der Anfangsphase des Spiels lief bei den Gastgebern wenig zusammen. Zu Beginn des Spiels hatte Weber nach einem Fehlpaß des Ex-Jenenser Gerlach die Möglichkeit zur Führung, die aber lange Zeit die einzige nennenswerte Chance blieb. Viele individuelle Fehler der Jenaer boten den Mannheimern mehrere Chancen, in Führung zu gehen. So mußte Neumann nach einem Fehlpaß von Röser mit letzten Einsatz gegen Barth retten. Anschließend konnte auch der Mannheimer Scheuber seine Chance nicht nutzen, nachdem er einen fehlgeschlagenen Ball von Neumann genau vor die Füße bekam. Nach einem knapp verfehlten 25 Meter-Freistoß von Köpper und einem Kopfball von Kobylanski war Jena ebenfalls im Glück.
Auch nach dem Seitenwechsel setzte Mannheim seine offensive Spielweise fort. In der 62. Minute versuchte es Eberhard Vogel mit zwei Auswechslungen, um das Spiel noch zu Gunsten der Jenaer zu entscheiden, aber ein Torerfolg blieb aus. Trotz schwachen Spiels verbesserte sich der FC Carl Zeiss Jena um einen Tabellenplatz auf Rang fünf. <vg>

FC Carl Zeiss Jena gegen SpVgg. Unterhaching 1:0

Tore: 1:0 Hutwelker (33.)

Jena:
Neumann; Raickovic; Sänger, Röser; Ziegner (46. Nedic), Hutwelker, Schneider, Holetschek, König (78. Penzel); Weber, Zimmermann (71. Deffke)
Unterhaching:
Wittmann; Bergen; Grassow, Bucher; Lust, Reich (77. Simon), Hartig (46. Hofmann), Zeiler, Oberleitner; Bartsch, Radelspeck (83. Vladimir)

Zuschauer: 4898

Schiedsrichter: Schütz (Norken)

Spielkurzbericht
Vielfach gleichen sich Glück und Pech im Laufe einer Saison aus. Bei Jena wurde das in den vergangenen zwei Spielen wieder einmal deutlich. Hatte man nach dem Wolfsburger Remis noch mit sich gehadert, weil mehr drin war, durfte man den Sieg gegen die starken Unterhachinger schon als sehr glücklich bezeichnen.
Vor der Saison hätte sicher keiner gedacht, daß es bei diesem Spiel zweier Neulinge zum Duell Siebenter gegen Fünfter kommen würde. Die Gäste spielten vom Anpfiff weg munter auf und hatten in der 12. Minute gleich zweimal die Chance zur Führung, als zunächst Zeilers Schuß von Mario Neumann aus dem Dreiangel geholt wurde und sich Olaf Holetschek in den Nachschuß von Lust warf. Auch Bartsch (ans Außennetz) und Radlspeck scheiterten nur knapp. Jena hatte in dieser Phase nur Königs 25-Meter-Schuß entgegen zu setzen. Umso erfreulicher dann der Führungstreffer: Heiko Weber startet ein Solo aus der eigenen Hälfte, wird gefoult. Karsten Hutwelker schießt den Freistoß direkt und trifft aus 30 Metern ins linke untere Eck! - Wenig später hätte sogar das 2:0 fallen können, doch der heranfliegende Weber verfehlte Hutwelkers Flanke um Haaresbreite.
Hutwelker hatte auch nach der Pause die besten Chancen für die Thüringer; zum einen traf er aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten, später konnte er nach tollem Solo über das halbe Spielfeld erst im letzten Moment von der Gästeabwehr gestört werden. Es wurde wieder einmal deutlich, daß im Falle eines Weggangs von "Huti" in die 1. Bundesliga dem FC Carl Zeiss ein hervorragender Offensivspieler verloren gehen würde. In den Schlußminuten kam Jena, auch bedingt durch Königs Verletzung, mehr und mehr in Bedrängnis. In der 89. Minute verfehlte Simons Fallrückzieher nur knapp das Jenaer Tor, kurze Zeit später köpfte Radelspeck vorbei und als letzte Aktion im Spiel fischte Neumann den von Vladimir mit der Hacke gekickten Ball noch aus dem Eck. Hörbare Erleichterung bei den Jena-Fans, als der zuweilen unsichere Schiri Schütz diese Zitterpartie endlich abpfiff.
Neben dem schon angesprochenen Hutwelker wußten beim Sieger besonders Röser und Weber zu gefallen. Für Unterhaching ging in Jena eine Serie von neun Spielen ohne Niederlage zuende! Nach dieser Begegnung sprach erstmals auch Trainer Vogel davon, daß man mit dem Abstiegskampf nun nichts mehr zutun haben sollte. <fc>

VfL Wolfsburg gegen FC Carl Zeiss Jena 1:1

Tore: 0:1 Weber (38.), 1:1 Dammeier (74.)

Wolfsburg:
Zimmermann; Mauksch; Probst, Keller, Lüttkenhaus (46. Meißner); Präger, Ballwanz, Spieß (59. Stammann), Dammeier; Reich (83. Erhard), Ratke
Jena:
Neumann; Raickovic; Sänger, Röser (86. Penzel); Hutwelker, Ziegner, Schneider, Holetschek, König; Weber, Zimmermann (75. Deffke)

Zuschauer: 6312

Schiedsrichter: Friedrich (Lellestadt)

Spieltelegramm
Böiger Wind und zunehmend schlechtere Platzverhältnisse +++ Jena mit Steigerung und klaren Chancenvorteilen +++ Webers Führung durch Hechtflugkopfball +++ Patzer von Holetschek kostete möglichen Sieg +++ Schiedsrichter versagte Weber klaren Foulelfmeter

FC Carl Zeiss Jena gegen SG Wattenscheid 1:1

Tore: 0:1 Maric (10.), 1:1 Zimmermann (14.)

Jena:
Neumann; Raikovic; Sänger, Nedic; Bennert (61. Sugzda), Hutwelker, Schneider, Holetschek, König; Weber (61. Deffke), Zimmermann
Wattenscheid
Kurth; Sobiech; Keuler, Golombeck; Brunner, Strehmel, Probierz (90. Allievi), Jedlicka, Jozipovic (32. Reina); Groeleken (84. Skok), Maric

Zuschauer: 4084

Schiedsrichter: Hilmes (Nordhorn)

Spielkurzbericht
In Anspielung auf die Niederlage in Köln witzelten einige Zuschauer schon vor der Partie "Jena 06 gegen Wattenscheid 09". In den neunzig darauffolgenden Spielminuten hatten speziell die Jena-Fans wenig zu lachen. Auf die schlechteste Auswärtspartie folgte das schwächste Heimspiel der Saison.
Nicht etwa die auf Wiedergutmachung sinnenden Jenaer, sondern die abstiegsbedrohten Wattenscheider legten los wie die Feuerwehr, setzten die Jenaer Abwehr ein ums andere Mal unter Druck und kamen durch Marics Kopfball nach einem Freistoß fast folgerichtig zum Führungstreffer. Der Jenaer Verteidigung gelang es nicht nur in dieser Szene, nahtlos an die "Leistung" von Köln anzuknüpfen. Glücklicherweise schaffte der diesmal für Deffke von Anbeginn eingesetzte Marc Zimmermann schon vier Minuten später den Ausgleich; Sänger hatte auf Hutwelker steil gespielt und dessen Rechtsflanke verwandelte der Stürmer aus zehn Metern. Es sollte die einzige Großchance in der 1. Halbzeit für den Gastgeber bleiben, 0:5 Ecken gegen die keinesfalls berauschenden Gäste sprechen da eine deutliche Sprache.
Auch wenn man der Zeiss-Mannschaft anmerkte, daß sie noch nicht wieder das alte Selbstvertrauen besitzt - immerhin gab es diesmal ein Aufbäumen nach der Pause. Holetschek nach Kopfballvorlage (66.), Hutwelker nach tollem Solo (76.) und Schneider mit Schrägschuß drei Minuten vor Schluß hatten durchaus Chancen zum Sieg. Auf der anderen Seite bekam Groeleken zweimal die Möglichkeit zum erneuten Führungstreffer und man konnte Trainer Eberhard Vogel nicht widersprechen, als dieser hinterher mutmaßte: "Wenn Wattenscheid 2:1 in Führung gegangen wäre, hätten wir keinen Blumentopf mehr gewonnen."
Bleibt noch zu erwähnen, daß Sänger und König am ehesten zu überzeugen wußten, daß sich Nedic in der 80. Minute die Gelb-Rote Karte einhandelte und daß Jena mit diesem glanzlosen Punktgewinn sogar einen Tabellenplatz gutmachte. <fc>

Fortuna Köln gegen FC Carl Zeiss Jena 6:0

Tore: 1:0 Svinggaard (32.), 2:0 Akonnor (36.), 3:0 Lottner (40.), 4:0 Beck (45.), 5:0 Hey (62.), 6:0 Lottner (77.)

Köln:
Wessels; Lottner; Radschuweit, Schneider; Hey, Lipinski, Akonnor, Azzouzi, Kranz (55. Cacic); Svinggaard (36. Niggemann), Beck (81. Luhr)
Jena:
Neumann; Raickovic; Sänger, Nedic; Sugzda (66. Bennert), Hutwelker, Schneider, Holetschek, König; Weber, Deffke (66. Zimmermann)

Zuschauer: 1200

Schiedsrichter: Leimert (Ludwigshafen)

Spielkurzbericht
Das Hinspiel in Jena war von Beobachtern damals als "Fußball-Schlacht" bezeichnet worden; zwei Platzverweise und Cramers Verletzung, an der er heute noch laboriert, waren die Folge. Beim Spiel in Köln hätte der Schiedsrichter dagegen seine Karten auch zuhause lassen können. Womit - wen wundert es bei diesem Resultat - das einzig Positive aus Jenaer Sicht an diesem Spiel schon genannt wurde.
Dabei sah es zunächst gar nicht nach einem solchen Einbruch aus. Jena begann offensiv, hatte durch Karsten Hutwelker in der 24. Minute die erste Großchance, doch Wessels konnte den Ball gerade noch an die Latte lenken. Dann aber brach es über die Thüringer förmlich herein. In den fünfzehn Minuten vor der Pause kassierten sie durch teils kapitale Abwehrschnitzer vier Tore ! Zunächst ließ Schneider Svinggaard unbedrängt einköpfen, dem 0:2 ging ein Fehler von Nedic voraus, bei Lottners 25-Meter-Schuß stand gar kein Jenaer in der Nähe und auch Beck dürfte bei seinem Treffer kaum registriert haben, daß ein Kopfball-"Duell" mit Sänger vorausgegangen war.
Eigentlich hatte man als Jena-Fan nun ein Aufbäumen gegen eine noch höhere Niederlage erwartet - doch auch nach der Pause blieb die Partie einseitig. Und wenn einmal nichts zusammen läuft, dann führen selbst beste Chancen nicht zum Torerfolg; Deffke rutschte völlig frei vorm Tor am Ball vorbei und Raickovic traf mit seinem Kopfball erneut nur die Querlatte (72.). Dagegen nutzten Hey nach Solo von Lipinski und erneut Lottner mit 18-Meter-Schuß (Neumanns einziger Patzer) ihre Chancen konsequent. Hätten die Platzherren im Gefühl des sicheren Sieges nicht einen Gang zurück gesteckt, wäre der Sieg vermutlich noch höher ausgefallen. Denn Jena ließ, und dies war das eigentlich Enttäuschende an diesem Tag, den gewohnten Kampfgeist vermissen. Von Stammspielern wie Schneider, Weber, König darf man da einfach mehr erwarten.
Die besten Jenaer Spieler zu nennen, erübrigt sich diesmal. Diese Schlappe geht auf das Konto der gesamten Elf. Aber was soll's, nach zuvor guten Partien darf ein Neuling auch mal solch ein Spiel in den Sand setzen. Schon gegen Wattenscheid kann man da einiges wiedergutmachen. <fc>

FC Carl Zeiss Jena gegen 1. FC Nürnberg 1:0

Tore: 1:0 Hutwelker (80., Foulelfmeter)

Jena:
Neumann; Raickovic; Sänger, Nedic; Sugzda, Hutwelker, Schneider (75. Bennert), Holetschek, König; Weber, Deffke (67. Zimmermann)
Nürnberg:
Curko; Zietsch; Kuffour (66. Brunner), Kovac; Straube, Baumann, Wiesinger, Oechler (82. Möckel), Knäbel (82. Lützler); Kurth, Kovic

Zuschauer: 7359

Schiedsrichter: Rüdiger (Bad Salzdetfurth)

Spielbericht
Irgendwie erinnerte das erste Heimspiel 1996 doch sehr an das letzte '95er gegen Meppen. Auch diesmal hatte Jena mit der Defensivtaktik des Gegners Probleme, auch diesmal ging man in Führung und auch diesmal bot sich dem Gegner in der 90. Minute die Riesenchance zum Ausgleich. Einen Unterschied gab es letztendlich aber doch - bewußte Chance blieb diesmal ungenutzt...
Das Hinspiel im Frankenstadion hatten die Thüringer mit 2:0 gewonnen. Die Gerland-Elf, zuletzt sieben Spiele ungeschlagen, sann deshalb auf Revanche. Auf dem glatten, schnellen Boden blieb sie mit Kontern stets gefährlich und hatten mit Oechlers Pfostenschlenzer nach Hackenablage von Kurth (21.) auch die größte Chance der 1. Halbzeit. Jena mühte sich, war optisch überlegen, konnte sich gegen die stark defensiv eingestellten Gäste aber kaum Tormöglichkeiten erspielen.
Das änderte sich auch nach dem Wechsel kaum. Die meisten Zuschauer rechneten schon mit einem 0:0, da begannen zehn dramatische Schlußminuten. Zunächst kam der eingewechselte Zimmermann im Strafraum zu Fall, Schiri Rüdiger pfiff Elfmeter (nach den TV-Bildern zu urteilen, eine glückliche Entscheidung für den FCC; aber wie oft hatte man schon das Gegenteil akzeptieren müssen?). Hutwelker verwandelte sicher. In Minute 86 sah Sugzda Gelb-Rot, und dies ohne zuvor verwarnt worden zu sein !!! Der Schiedsrichter hatte ihn mit Nürnbergs Rueckennummer 2, Zietsch verwechselt. Als auch Nürnbergs Torwart anschließend vorstürmte, drängten die Franken nun mit zwölf gegen zehn Mann auf den Ausgleich. Und wie im Meppen-Spiel bot sich den Gästen die Chance dazu; Zietsch fiel über Sängers Beine - Elfmeter für Nürnberg in der allerletzten Spielminute ! - Covic schoß plaziert unten rechts, doch Mario Neumann tauchte in die richtige Ecke, parierte den Elfer und wurde damit Jenas Held des Abends. Neben ihm verdienten sich Hutwelker und Nedic die besten Noten in einer Jenaer Mannschaft, die mit sechs Punkten gegen zwei renommierte Klubs optimal aus der Winterpause gekommen ist. <fc>

Hertha BSC Berlin gegen FC Carl Zeiss Jena 2:4

Tore: 1:0 Kovac (38.), 1:1 Weber (50.), 1:2 Weber (60.), 1:3 Kovac (72.,Eigentor), 1:4 Zimmermann (78.), 2:4 A.Schmidt (86.)

Hertha:
Fiedler; Meyer (75. Hartmann); Sverrisson, O.Schmidt; Lünsmann, A.Schmidt, Karl, Kovac, Richter; Arnold, Rraklli
Jena:
Neumann; Raickovic; Sänger, Röser (84. Penzel); Hutwelker, Eschler (18. Sugzda), Schneider, Holetschek, König; Weber, Deffke (77. Zimmermann)

Zuschauer: 8099

Schiedsrichter: Frey (Neu-Ulm)

Spieltelegramm
Beste Bedingungen im rasengeheizten Olympiastadion +++ Hertha mit neueingekauftem Sturmduo zunächst klar dominierend +++ Gast mit knappem Halbzeitrückstand noch gut bedient +++ Jenas grandiose 2. Hälfte kippte das Spiel +++ Berliner Abwehrfehler wurden eiskalt bestraft +++ Neumann parierte Foulelfmeter von Arnold (82.)

FC Carl Zeiss Jena gegen SV Meppen 2:2

Tore: 1:0 Hutwelker (10.), 1:1 Conteh (71.), 2:1 Weber (79.), 2:2 Brasas (90.)

Jena:
Neumann; Raickovic; Sänger, Nedic; Hutwelker (76. Zimmerling), Wentzel (84. Eschler), Schneider, Holetschek, König; Weber, Zimmermann (78. Bliss)
Meppen:
Brasas; Schulte; Böttcher (84. Kluge), Deters; Szewzczyk, von Ahlen, Thoben, Myyry, Marell (70. Conteh); Claaßen (70. Sievers), Lau

Zuschauer: 3103

Schiedsrichter: Prengel (Düsseldorf)

Spielkurzbericht
Selten hatte man in dieser Saison eine Gastmannschaft in Jena so jubeln sehen wie den SV Meppen. Und dieser Jubel nach Spielende galt in der Hauptsache einem Akteur: Torhüter Stefan Brasas.
Jena, bemüht nach den letzten erfolglosen Spielen mit einem Sieg in die Winterpause zu starten, begann vielversprechend, wirbelte die Gästeabwehr zunächst heillos durcheinander und hatte durch Zimmermann, König, Holetschek reihenweise Chancen. Doch scheiterten sie allesamt am glänzend haltenden Brasas. Dieser war allein bei Karsten Hutwelkers Kanonade aus halbrechter Position machtlos. Nach ansprechenden 25 Minuten ließ Jena spürbar nach, Meppen fand sich und hatte durch Myyry und Lau nun seinerseits Chancen.
Im 2. Abschnitt verflachte das Spiel, auch bei Jena lief nicht mehr viel. Meppen, dessen mitgereiste Fans man an den Fingern einer Hand abzählen konnte, kam durch den am Vorabend unter Vertrag genommenen, gerade eingewechselten Conteh zum Ausgleich. Doch wenig später schaffte Weber nach einem tollen Solo fast von der Mittellinie wieder die Führung. Jenas drei Punkte schienen unter Dach und Fach, da verhängte Schiri Prengel in der Nachspielzeit noch einen Freistoß für die Meppener und das Unheil nahm in Gestalt des 2,02 m großen Brasas seinen Lauf. Der Torhüter eilte in den gegnerischen Strafraum, wurde freistehend von Myyry angespielt und köpfte zum Entsetzen von uns Jenaern ins Tor.
Meppen feierte anschließend den glücklichen, wenn auch nicht unverdienten Punkt wie einen Sieg. Bei Jena hingegen wurde wieder einmal deutlich, daß derzeit ein Vollstrecker im Sturm fehlt. So verwundert es auch nicht, daß der erst nachträglich verpflichtete Mittelfeldspieler Hutwelker (er gehörte auch gegen Meppen wieder zu den Besten) die klubinterne Torschützenliste zum Jahreswechsel anführt. <fc>

FSV Zwickau gegen FC Carl Zeiss Jena 2:1

Tore: 1:0 Kirsten (19., Foulelfmeter), 1:1 Hutwelker (32.), 2:1 Tipold (76.)

Zwickau:
Karavaev; Tipold; Barylla, Seifert; Günther, Keller, Viertel, Hermel, Schreiber (63. Groth); Mencel (74. Spranger), Kirsten
Jena:
Neumann; Raickovic; Sänger, Nedic; Bliss, Hutwelker, Schneider, Holetschek, Eschler (74. Zimmerling); Zimmermann

Zuschauer: 6500

Schiedsrichter: Friedrichs (Lennestadt)

Spieltelegramm
Platz kaum bespielbar (ca. 60 Tonnen Sand auf Rasen verteilt!) +++ Jena wie schon in Leipzig optisch überlegen +++ Unnötiges Foul von Wentzel an Seifert bewirkte aber erneut zeitigen Rückstand +++ Druckphase Jenas durch Hutwelkers schönen 22m-Volleyschuß belohnt +++ In Halbzeit zwei nutzten Schneider und Zimmermann Möglichkeiten nicht entschlossen genug +++ Tipold bestrafte Gäste-Unaufmerksamkeit beim Freistoß zum glücklichen Siegtor

VfB Leipzig gegen FC Carl Zeiss Jena 2:0

Tore: 1:0 Hoffmann (3.), 2:0 Rische (90.)

Leipzig:
Kischko; Schößler, Edmond, Werner; Wulftange, Heidrich, Däbritz, Hoffmann (90. Opoku), Pinder (62. Förster); Kujat (53. Bärwolf), Rische
Jena:
Enke; Nedic; Sänger, Bliss (61. Wentzel); Hutwelker (71. Penzel), Bennert (61. Eschler), Schneider, Holetschek, König; Weber, Zimmermann

Zuschauer: 6200

Schiedsrichter: Zerr (Ottersweier)

Spielkurzbericht
Premiere in Leipzig: Erstmals verfolgte ich ein Spiel gemeinsam mit dem Betreiber der Homepage eines anderen Zweitligaklubs. Und nicht nur wegen des Endresultats war Manfred Malitz vom VfB Leipzig am Ende wesentlich zufriedener als ich ...
Schon nach drei Minuten wurde das taktische Konzept Jenas über den Haufen geworfen, als der junge Enke einen harten aber auf alle Fälle haltbaren Schuß ins eigene Tor abklatschte. Der Gast bestimmte von da an bis zur Pause das Geschehen, wirkte im Mittelfeld überlegen - Chancen allerdings wurden kaum herausgespielt, zumal die massierte Leipziger Deckung unsere Sturmspitzen völlig abmeldete. Einzig Holetschek brachte das Gehäuse von Kischko in Gefahr (25./27.). Leipzig lauerte auf Konter. Hätte Kujat frei durchlaufend gegen den nun großartig haltenden Enke nicht vergeben, wäre schon nach 34 Minuten eine Vorentscheidung perfekt gewesen.
Auch die 2. Halbzeit verlief hartumkämpft, zunehmend hektisch und auf spielerisch schwachem Niveau. Die besseren Chancen besaß erneut Leipzig durch Rische, Bärwolf, Däbritz. Die erwähnenswertesten Aspekte aus Jenaer Sicht waren dagegen wieder einmal zwei Gelb-Rote Karten für König und Weber, von denen allerdings mindestens eine als kleinlich und überzogen gewertet werden muß. Da auch Hutwelker wegen Verletzung aufgeben mußte, kam der VfB in der Schlußminute gegen eine derart dezimierte Zeiss-Elf noch locker zum 2:0. Die besten Spieler Jenas waren an diesem Tag auch schon die Einzigen, denen Normalform bescheinigt werden konnte: Nedic, Sänger und (bis zur GRK) König <fc>

FC Carl Zeiss Jena gegen VfB Lübeck 3:1

Tore: 1:0 Zimmermann (17.), 2:0 König (31.), 2:1 Koch (61.), 3:1 Schneider (75.)

Jena:
Enke; Raikovic; Bliss (79. Wentzel), Nedic; Hutwelker, Schneider, Holetschek, Bennert (68. Sänger), König; Weber, Zimmermann
Lübeck:
Wilde; Behnert; Mazeikis, Möller; Oelbeck (46. Hempel), Grümmer (78. Schwerinski), Jurguleit, Hoffmann, Kindgen; Koch, Gohlke

Zuschauer: 3653

Schiedsrichter: Wack (Biberbach)

Spieltelegramm
Verdienter Erfolg gegen den Mitaufsteiger beendete Serie von drei sieglosen Spielen +++ Jena mit Druck von Anbeginn +++ Lübecker Gehäuse stand zeitweise unter Dauerbeschuß +++ nur nach Anschlußtreffer bekam Gast kurzzeitig Oberwasser +++ Freistoßtor von Geburtstagskind Schneider entschied die Partie endgültig

Hannover 96 gegen FC Carl Zeiss Jena 1:1

Tore: 1:0 Babatz (35.), 1:1 Weber (47.)
Hannover:
Sievers; Prinzen; Klütz, Jasarevic; Ellermann (86. Morgenstern), Babatz, Borodjuk, Rapp (65. Sippel), Dehne (65. Novacovic); Kovacec, Daschner
Jena:
Enke; Raickovic; Sänger (64. Bennert), Nedic; Hutwelker, Bliss, Schneider, Holetschek, König (89. Wentzel); Weber, Zimmerling (46. Zimmermann)

Zuschauer: 6607
Schiedsrichter: Wezel (Gomaringen)

Spielkurzbericht
Die Hausherren bestimmten in der ersten Halbzeit mit dem wendigen Kovacec das Geschehen und bedrohten mit Direktpaßkombinationen über mehrere Stationen das vom Youngster Robert Enke gehütete Jenaer Tor.
Das änderte sich aber nach der Pause. Mit Mark Zimmermann und Thoralf Bennert standen in der Offensive zwei stärkere Spieler auf dem Platz. Das schnelle Ausgleichstor durch Heiko Webers Kopfball (47.) setzte bei den Thüringern neue Kräfte frei. Hätten Olaf Holetscheks Fernschüsse (50., 56.) "gesessen", hätte Mark Zimmermann einer seiner beiden Chancen genutzt (63.) und hätte Dejan Raickovic das Leder voll getroffen, wäre mehr als ein "verdientes Unentschieden" herausgesprungen. Im zweiten Abschnitt war Jena klar die bessere Elf. <vg>

FC Carl Zeiss Jena gegen VfL Bochum 0:4

Tore: 0:1 Michalke (13.), 0:2 Peschel (69.), 0:3 Waldoch (76.), 0:4 Michalke (84.)
Jena:
Neumann; Raickovic; Bliss, Nedic; Sänger, Hutwelker, Schneider, Holetschek (59. Bennert), König; Weber (59. Zimmermann), Zimmerling
Bochum:
Gospodarek; Jack, Kracht, Waldoch, Reis; Peschel (76. Wynalda), Gudjonsson (70. Herrmann), Wosz, Michalke; Közle, Baluszynski (83. Gaugler)

Zuschauer: 5410

Schiedsrichter: Kasper (Katlenburg-Lindau)

Spielkurzbericht
Nach der 1:4-Niederlage am vergangenen Sonntag beim MSV Duisburg unterlagen die Thüringer dem Spitzenreiter der 2. Bundesliga mit 0:4, und mußten somit die zweite Heimniederlage einstecken.
Bereits ab der 13. Minute mußten die Jenaer einem Rückstand hinterher laufen. Der VfL-Stürmer Michalke war seinem CZ-Verteidiger Brian Bliss entwischt und markierte das 1:0. Jena hatte danach noch zwei Großchancen durch Weber, konnte sie aber beide nicht nutzen.
Nach dem Wechsel hatte Zimmerling die Gelegenheit, den Ausgleich zu erzielen, doch leider verstolperte er. Der eingewechselte Mark Zimmermann scheiterte dann per Kopf, ehe die Bochumer durch Peter Peschel, der aus zehn Metern abzog, mit 2:0 in Führung gingen. Dem FC Carl Zeiss war das Bemühen um Resultatsverbesserung nicht abzusprechen. Aber die cleveren Gäste ließen nichts anbrennen und machten durch Tore von Waldoch und erneut Michalke den Sack zu. <vg>
siehe auch Bericht auf der Bochumer Homepage !

MSV Duisburg gegen FC Carl Zeiss Jena 4:1

Tore: 1:0 Vana (38.), 2:0 Marin (66.), 2:1 Hutwelker (68.), 3:1 Nijhuis (75.), 4:1 Löbe (85.)
Duisburg:
Gehrke; Emmerling; Wohlert, Nijhuis; Kienle, Vana (75. Hopp), Schütterle, Hirsch, Osthoff (75. Schmidt); Salou, Marin (85. Löbe)
Jena:
Neumann; Raickovic; Sänger, Wentzel (85. Röser); Hutwelker, Schneider (57. Bennert), Bliss, Nedic, König; Weber, Zimmerling (57. Zimmermann)

Zuschauer: 14710

Schiedsrichter: Fischer (St. Wendel)

Spielkurzbericht
Nach drei siegreichen Spielen in Serie nun wieder eine Niederlage für Jena gegen einen der Aufstiegsaspiranten.
Zwar gelang es den Gästen fast die gesamte erste Halbzeit lang, die Hausherren zur Erfolgslosigkeit zu verurteilen, doch erzielten die Spieler des neuen Tabellenführers doch noch vor Ablauf der ersten 45 Minuten den Führungstreffer. Jena hatte in der ersten Halbzeit dreimal die Möglichkeit, selbst den Führungstreffer zu erzielen, vermochte seine Chancen aber nicht zu nutzen.
Nach dem Seitenwechsel befreiten sich die Jenaer vom enormen Vorpausendruck, indem sie das Spiel mehr und mehr in die Duisburger Hälfte verlagerten. 20 Minuten waren sie mindestens ebenbürtig, doch als Marin mit seinem "Abstauber" das 2:0 markierte, schien die Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch postwendend kamen die Gäste durch Karsten Hutwelker zum Anschlußtreffer. Dieser weckte bei den Gästen wieder Hoffnung. Zwei vermeidbare Kopfballtreffer besiegelten jedoch letzlich das Schicksal der Zeissianer. Beste Spieler: Neumann, Raikovic. <vg>
siehe auch Bericht auf der Duisburger Homepage !

FC Carl Zeiss Jena gegen FSV Mainz 05 6:1

Tore: 1:0 Zimmerling (21.), 2:0 Hutwelker (32.), 3:0 Nedic (43.), 4:0 Holetschek (49.), 5:0 Zimmerling (67.), 5:1 Zinnbauer (69.), 6:1 Raickovic (73.)

Jena:
Neumann; Raickovic; Nedic, Bliss (78. Röser); Sänger, Hutwelker, Schneider, Holetschek (62. Zimmermann), König; Vogel (52. Weber), Zimmerling
Mainz:
Wache; Lieberknecht; Neustädter, Stöver; Quakili (36. Zampach), Akrapovic, Zimer, Hock (57. Weiß), Kreuz; Demandt, Zinnbauer

Zuschauer: 4983

Schiedsrichter: Kemmling (Burgwedel)

Spielkurzbericht
Auch wenn noch ein schweres Auswärtsspiel bevorsteht - nach dem sieglosen September scheint sich der Oktober zu einem "goldenen Monat" für Jena zu entwickeln. Drei Siege in Serie - und nach dem imposanten Erfolg gegen Mainz hat der Neuling nun sogar wieder Tuchfühlung zu den Aufstiegsrängen !
Fast hätte es erneut solch einen Blitzstart wie in Bielefeld gegeben, aber Nedic köpfte nach einer Minute nur an den Pfosten. Doch nachdem Zimmerling per Kopf eine Flanke von Hutwelker zum 1:0 verwertet hatte, war der Bann gebrochen, fielen die Treffer bis zur Pause in exakten Elf-Minuten-Abständen. Erwähnenswert dabei, daß erneut Neuzugang Hutwelker sich in die Torschützenliste eintrug, diesmal mit plaziertem Schuß aus 10 Metern ins rechte obere Eck.
Kurz nach der Pause zerstörte Holetschek dann die letzten Hoffnungen der Gäste mit einem direkt verwandelten Freistoß aus spitzem Winkel. Mainz, an diesem Abend in allen Belangen unterlegen, kam lediglich zum Ehrentreffer nach einer Unaufmerksamkeit der Jenaer Abwehr. Der 6:1-Sieg bedeutet der höchste Heimsieg in der Bundesligageschichte des FC Carl Zeiss und hätte durchaus noch klarer ausfallen können. Beste Spieler: Nedic, König, Sänger <fc>

Arminia Bielefeld gegen FC Carl Zeiss Jena 1:2

Tore: 0:1 Nedic (1.), 0:2 Hutwelker (6.), 1:2 Eck (17.)

Bielefeld:
Stein; Reeb; Molata (58. Stratos), Voigt; Bode, Hobday (10. Germann), von Heesen, Eck, Maul; Studtrucker, Walter (58. Groeleken)
Jena:
Neumann; Raickovic; Sänger, Nedic; Hutwelker, Schneider (88. Ziegner), König, Holetschek, Bliss (87. Röser); Vogel (57. Zimmermann), Zimmerling

Zuschauer: 11000

Schiedsrichter: Dardenne (Nettersheim)

Spielkurzbericht
In den Heimspielen zuvor hatte Bielefeld nicht einen Punkt abgeben müssen. Deshalb wurde Trainer Vogels Ankündigung, daß Jena für eine Überraschung sorgen wird, zunächst wohl nicht sonderlich ernst genommen.
Spätestens nach sechs Minuten dürfte sich dies geändert haben. Schon nach 39 Sekunden (!) drückte Nedic nach Vorarbeit von Schneider und Zimmerling den Ball erstmals über die Linie. Und nach einem Bielefelder Abwehrfehler erhöhte Hutwelker auf 2:0, als er einen Traumpaß von Vogel aufnahm und Torhüter-"Ikone" Stein aus spitzem Winkel überwand. Nach diesem grandiosen Beginn für die Gäste entwickelte sich bis zur Pause ein ansehnliches Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Eck schaffte nach überlegtem Heber den Anschluß und sorgte so für neuen Schwung bei den Bielefeldern. Gefahr für die aufopferungsvoll kämpfende Jenaer Abwehr bestand in der Hauptsache jedoch nur nach Fernschüssen.
Dies änderte sich nach der Pause wenig. Auch wenn sich die Gäste speziell nach der Auswechslung von Kapitän Vogel nun auf die Defensive beschränkten, die namhaft besetzten Bielefelder konnten immer wieder erfolgreich im Spielaufbau gestört werden. Jena rettete den Vorsprung so über die Zeit. Aus einer starken Mannschaft noch herausragend: Vogel, Bliss und Sänger. <fc>

FC Carl Zeiss Jena gegen Chemnitzer FC 4:1

Tore: 1:0 Holetschek (7.), 2:0 Zimmermann (18.), 2:1 Milanko (45.) 3:1 Hutwelker (52.), 4:1 Schneider (82.)

Jena:
Neumann; Raickovic; Nedic, Sänger; Hutwelker (76. Bach), Schneider, Vogel (85. Penzel), Bliss, Holetschek; Zimmermann (82. Ziegner), Zimmerling
Chemnitz:
Kunze; Wahl; Panadic, Melzig (75. Wienhold); Bittermann, Meissner, Renn (55. Gerber), Milanko, Hecker; Fuchs, Gütschow

Zuschauer: 4760

Schiedsrichter: Haupt (Berlin)

Spielkurzbericht
Jena konnte an diesem Tage wahrlich zufrieden sein: Das wohl beste Heimspiel der Saison beendete eine Serie von fünf sieglosen Spielen - und das gegen einen Gegner, der bis dahin sechsmal in Folge nicht verloren hatte und gegen den man im DFB-Pokal elf Tage zuvor noch 2:5 unterlegen war !
Durch die angesetzte Pokalrevanche hochmotiviert, startete Jena mit einer Großoffensive und zwei herrlichen Toren: Erst köpfte Holetschek eine weite Flanke von Hutwelker ins entlegene Eck. Zehn Minuten später schoß Schneider einen 22m-Freistoß an den Pfosten, Zimmermann schaltete am schnellsten und traf volley zum 2:0. Die Chemnitzer, durch diesen Beginn geschockt, hatten in 45 Minuten nicht eine herausgespielte Torchance, verwandelten aber einen Freistoß direkt vor dem Pausenpfiff zum Anschlußtreffer.
Durch dieses Tor in einem ansich ungünstigen Moment keineswegs verunsichert, sorgte Jena mit Hutwelkers 3:1 nach Vorlage Zimmerlings für die Vorentscheidung. Die Gäste setzten von nun an alles auf eine Karte, kamen durch Wahl, Meissner auch zu Chancen. Doch als diese nichts einbrachten, lagen für Jena noch weitaus mehr Treffer als der von Schneider erzielte in der Luft. Herausragend beim Sieger: Bliss, Raickovic und Hutwelker. <fc>

SV Waldhof Mannheim gegen FC Carl Zeiss Jena 1:0

Tore: 1:0 Akpoborie (53.)

Mannheim:
Clauß; Nachtweih; Köpper, Barth; Gerlach, Zeyer, Dehoust (58. Reichel), Luginger, Hayer (75. Schnalke), Hofmann; Akpoborie (88. Eckstein)
Jena:
Neumann; Sänger; Bliss, Ziegner (70. Zimmerling); Sugzda, Röser (58. Penzel), Hutwelker, Holetschek, Schneider; Zimmermann, Vogel

Zuschauer: 4600

Schiedsrichter: Scheuerer (München)

Spielkurzbericht
Auch wenn Mannheim die größeren Spielanteile besaß, Jena zeigte sich den Waldhof- Buben durchaus ebenbürtig und hätte bei etwas mehr Glück einen Punkt mit nach Hause nehmen können.
Die ersten Chancen erspielte sich der Gastgeber nach 20 Minuten, doch Neumann parierte die Schüsse von Dehoust und Zeyer. Schon in dieser Phase tat sich der Gastgeber gegen die gut gestaffelte, gegenüber dem Chemnitz-Spiel deutlich sichere Jenaer Abwehr schwer. Torjäger Akpoborie war bei Bliss weitgehend abgemeldet.(TV-Zitat:"Bliss ist immer dort, wo Akpoborie gerne wäre")
Ausgrechnet unserem US-Amerikaner aber unterlief kurz nach dem Seitenwechsel ein grober Schnitzer. Röser mußte gerade an der Seitenlinie behandelt werden , da spielt Hayer einen Steilpaß, Bliss schlägt über den Ball und der Ex-Jenaer Akpoborie tunnelt Neumann zum 1:0. Jena warf in der Schlußphase alles nach vorn, konnte sich abgesehen von Sugzdas Schuß (Clauß hielt) aber keine Ausgleichschancen mehr erspielen. Der FC Carl Zeiss ist damit nun seit fünf Spielen ohne Sieg. <fc>
siehe auch Kommentar auf der SVW Mannheim-Homepage !

SpVgg. Unterhaching gegen FC Carl Zeiss Jena 2:0

Tore: 1:0 Oberleitner (3.), 2:0 Simon (90.)

Unterhaching:
Wittmann; Bergen; Grassow, Bucher; Hofmann (90. Hartig), Oberleitner, Reich, Zeiler, Lust; Radlspeck (60. Täuber), Garcia (85. Simon)
Jena:
Neumann; Raickovic; Nedic, Sänger; Hutwelker, Penzel (68. Röser), Schneider, Holteschek, Bliss; Vogel, Zimmerling

Zuschauer: 3000

Schiedsrichter: Weiner (Ottenstein)

Spieltelegramm
beim Mitaufsteiger erste Auswärtsniederlage Jenas +++ Früher Rückstand nach Unaufmerksamkeit in der Abwehr +++ Jenas Chancen lediglich durch Fernschüsse Holetscheks +++ Rote Karte für Nedic (Notbremse) und Gelb-Rot für Raickovic (wiederholtes Foulspiel)

FC Carl Zeiss Jena gegen VfL Wolfsburg 1:1

Tore: 1:0 Bliss (17.), 1:1 Reich (61.,Handstrafstoß)

Jena:
Neumann; Raickovic; Sänger, Nedic; Bliss (75. Sugzda), Hempel (66. Bach), Holetschek, Bennert (54. Röser), König; Schneider, Vogel
Wolfsburg:
Zimmermann; Lieberam; Ballwanz, Kleeschätzky; Meissner, Stammann, Mauksch, Dammeier, Präger; Reich, Tyszkiewicz (86. Klein)

Zuschauer: 5781

Schiedsrichter: Ertl (Günzburg)

Spielkurzbericht
Jena tat sich zu Beginn gegen die nach Pokal-Aus hochmotivierten und hart zu Werke gehenden Wolfsburger ziemlich schwer. Das änderte sich erst, als Raickovic nur die Latte traf und kurz darauf Bliss nach schöner Einzelleistung die Führung erzielte. In der 43. Minute hätte es schon 2:0 stehen können, doch Holetscheks 25 Meter-Schuß klatschte an den rechten Pfosten. Im Gegenzug zwang Präger Neumann zur Parade.
Nach 54 Minuten drohte das Spiel zu eskalieren: Erst stieß Reich Jenas Debütanten Bennert so ungestüm weg, daß dieser mit Nedic zusammenprallte und vom Platz getragen werden mußte. Dann gab es zwischen König und Meissner nach Zusammenprall eine Rangelei, worauf der auch nach Meinung neutraler Beobachter völlig überforderte Schiri beiden Spielern die Rote Karte zeigte. Beide Akteure beteuerten nach dem Spiel ihre Unschuld, wollen diese nun beim DFB gemeinsam beweisen. Nach dem Ausgleich per Handelfmeter (Nedic:"So schnell konnte ich bei dem scharfen Schuß den Unterarm gar nicht wegbringen") brachte auch Jenas Schlußoffensive nichts mehr ein. <fc>

Wattenscheid 09 gegen FC Carl Zeiss Jena 1:1

Tore: 0:1 Zimmermann (45.), 1:1 Reina (64.)

Wattenscheid
Kurth; Backhaus; Skok, Golombeck, Keuler (65. Allievi)Klinge, Strehmel, Buckmaier, Sobiech; Milde (83. Beyel), Reina (68. Maric)
Jena:
Neumann; Raikovic; Sänger, Nedic; Sugzda (68. Bliss), Schneider, Holetschek, Röser, König; Zimmermann (65. Bach), Weber

Zuschauer: 1382

Spieltelegramm
verdientes Unentschieden +++ Jena in Halbzeit 1 die bessere Elf +++ nach dem (berechtigten!) Feldverweis für Weber nach Tätlichkeit stürmte aber nur noch Wattenscheid +++ auch der Gastgeber verlor noch Sobiech durch Gelb/Rot

FC Carl Zeiss Jena gegen Fortuna Köln 1:0

Tore: 1:0 Holetschek (43.)

Jena:
Neumann; Raikovic; Sänger, Nedic; Sugzda (74. Bliss), Holetschek, Schneider, Cramer (6. Hempel), König; Zimmermann (83. Röser), Vogel
Köln:
Junghans; Niedziella; Schneider, Radschuweit; Rolff (46. Azzouzi), Zernicke, Lipinski, Mink, Hey; Beck (83. Brandts), Svingaard

Zuschauer: 3750

Spielkurzbericht
Die Partie begann wenig verheißungsvoll für den Gastgeber, mußte doch Heiko Cramer bereits in der 6. Minute nach einem groben Foul des Kölners Mink vom Platz getragen werden (Wadenbeinbruch!). Schiedsrichter Friedrich aus Ilvesheim (Baden) gab nach dieser Aktion lediglich Freistoß und bekam das hart geführte, phasenweise hektische Spiel auch in der Folgezeit nie richtig in den Griff. Die überlegen geführte 1. Halbzeit Jenas wurde durch das Tor, einem kapitalen Schuß von Olaf Holetschek aus 25 Metern, gekrönt. Zu dieser Zeit war Köln nur noch mit 10 Mann auf dem Platz, da Zernicke nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte sah (34.).
Auch in der 2. Hälfte boten sich den Jenaern reihenweise Chancen. Doch da sowohl Vogel (50.) als auch Schneider mit Freistoß (75.) nur den Pfosten trafen, Torhüter Junghans zudem reihenweise Glanzparaden bot, mußte der FC Carl Zeiss am Ende froh sein, daß Mink in der 90. Minute ebenso nur die Latte traf. Unmittelbar zuvor war Jenas Kapitän Vogel mit Gelb-Rot vom Platz geschickt worden und wird somit am Sonntag in Wattenscheid fehlen. <fc>
zur Startseite


Impressum

Startseite Fanpage

Startseite offizielle Page



Offizielle Homepage des FCC MW-Verlag Webdesign