2. Hauptrunde am 16. September 2009

SC 1911 Heiligenstadt - FC Carl Zeiss Jena 0:1

Das Spiel erinnerte an das letzte Punktspiel des FCC gegen Burghausen: Der Gegner verschanzte sich mit zwei Abwehrreihen am eigenen Strafraum und ein bis zwei Leute warteten an der Mittellinie auf Kontermöglichkeiten. Deshalb beschränkte sich die Jenaer Abwehr zumeist auf die beiden Innenverteidiger, während Sträßer und … außen mit aufrückten. Trotz der verstärkten Außenbahnen ließ sich die Heiligenstädter Abwehr nicht aushebeln und daran änderte auch Orlandos Wechseln zwischen linker und rechter Außenbahn nichts. Amirante als einziger Stürmer wurde völlig abgeschirmt und Jenaer Chancen waren Mangelware. Was doch aufs Tor kam, wurde die sichere Beute des SC-Keepers Liebke. Lediglich in der 11. min wäre er chancenlos gewesen, aber wie man den Ball (nach maßgenauer Eckardt-Flanke) aus 4 m Entfernung hoch übers Tor ballern kann, bleib Amirantes Geheimnis. Erst in der 32. min musste Nulle das erste Mal ernsthaft eingreifen und einen Fernschuss halten. Das 0:0 spiegelt den großen Einsatz der Gastgeber wieder, deren Nummern 10 und 18 allerdings bisweilen hart an der Grenze der Bösartigkeit (u.a. gegen Lukimya und Orlando) arbeiteten.

Gleiches Bild nach der Pause: Der FCC optisch überlegen, aber ohne richtig Druck aufzubauen. Alles lief entweder zu langsam oder beim letzten Pass einen Tick zu ungenau. Und wenn sich mal eine Chance bot, stand immer einer der aufopferungsvoll agierenden Heiligenstädter dazwischen. Die Zeit lief dem FCC langsam davon und jetzt traute sich auch ab und zu der SC mit Kontern nach vorn. Elf Minuten vor Ultimo segelte ein Freistoß durch Nulles Torraum, aber gleich zwei Angreifer verpassten den Ball am langen Pfosten. Und in der 86. min rettete Nulle den FCC vor er endgültigen Blamage, als er einen Schuss aus Nahdistanz mit dem Körper klärte (hinterher mangels Luft zu Boden sank). Quasi im Gegenzug wurden die Jenaer Fans unter den 1500 Zuschauern vor der drohenden Dunkelheit ;-) erlöst, als Hähnge nach einer langen Flanke von rechts am höchsten stieg und den Ball im linken oberen Eck einköpfte.

Fazit: Pflicht erfüllt. Es war zwar nicht schön, aber danach fragt nächste Woche niemand mehr. <uk>

Tore: 0:1 Hähnge (87.)

Heiligenstadt:Liebke; Siebert, Papst, Sellmann, Möhlhennick; Deppe, Held, Wedekind (65. Werner), Lubojanski (47. Hanusch); Oschel, Kulle (81. Elsner)
Jena: Nulle; Fuss, Lukimya, Wuttke, Sträßer; Eckardt, Riemer (46. Holwijn), Truckenbrod, Nagy; Orlando (46. Hähnge), Amirante (73. Benyamina)

Zuschauer: 1500

Schiedsrichter: Ostrin (Eisenach)


Achtelfinale am 10. Oktober 2009

ZFC Meuselwitz - FC Carl Zeiss Jena 2:1

Bei der Ansage der Mannschaftsaufstellung hatte man als Zeiss-Fan den einzigen Grund zum Lächeln: Laut Stadionsprecher liefen "Hellwien" und "Naggi" für den FCC auf. Das Lächeln verflog für die blau-gelb-weißen Anhänger aber recht schnell. Der FCC hatte zwar die ersten beiden Chancen, als erst Holwijn am langen Pfosten vorbeischoss (13. min) und wenig später Wuttkes Schuss nach einer Ecke abgeblockt wurde, aber ansonsten dominierte auf beiden Seiten die Angst vor einem Gegentor. Konnte man die Kontern-mit-einem-Stürmer-Taktik bei den unterklassigen Gastgebern noch nachvollziehen, fehlt jedoch völlig das Verständnis für den Angsthasenfußball, den der FCC zeigte. Und dann kam auch noch Nulles Fehler dazu, der zum Rückstand führte: Ein langer Freistoß fast von der Mittellinie schien schon im Toraus zu landen, als Bocek doch noch mit langem Bein den Ball irgendwie auf Tor bugsierte und Nulle den Kullerball unter der Hand durchrutschten ließ. Der ZFC stand zahlreich und sicher in seiner Hälfte und beim FCC gab es keine Ideen, wie man dieses Bollwerk überwinden könnte. Die Ratlosigkeit beim Drittligisten war nun deutlich spürbar und fand in Wuttkes verzweifeltem Fernschuss in der 38. Minute ihre Umsetzung. Nur kurz vor der Pause war Amirante an zwei Großchancen des FCC beteiligt: Zunächst legte er quer auf Holwijn, der mit seinem Gewaltschuss (vielleicht wäre ein flaches Schieben sinnvoller gewesen) am Ersatzkeeper Beer scheiterte, danach köpfte Amirante selbst am kurzen Pfosten freistehend neben das Tor.

In der Pause kamen Dwars (Nulle wollte nicht mehr) und Hähnge ins Spiel und die dem Wiederanpfiff folgenden zehn Minuten zeigten, dass der FCC mehr kann (wenn die Mannschaft will). Der Ball lief quasi nur in eine Richtung und Meuselwitz wurde im Strafraum festgenagelt. Erst verfehlte Ziegners Hammer knapp das Ziel (54.), aber in der 54. Minute führte ein blitzsauberer Angriff zum Erfolg. Hähnge legte den Ball auf Truckenbrod ab und der ging per Doppelpass mit Amirante wie das berühmte heiße Messer durch die Butter bzw. die ZFC-Abwehr und schob zum Ausgleich ein. Im Anschluss legte der nicht nach, sondern den Hebel in die falsche Richtung um und machte im alten Trott weiter. Die Meuselwitzer spielten mit viel Einsatz und Leidenschaft und kamen immer wieder gefährlich vors Jenaer Tor. In der 69. min entschärfte Dwars einen Konter über Gasch, aber fünf Minuten später murmelte er sich Oswalds Freistoß aus ziemlich spitzem Winkel selbst ins Tor. Der Spielstand passte zum Wetter - es regnete inzwischen Bindfäden - und Amirante vergab in der 82. Spielminute die einzige echte FCC-Chance zum Ausgleich, indem auch er zwar gewaltig, aber ohne zu Gucken auf den Torwart knallte.

Nicht die Niederlage an sich, sondern die Art und Weise des Zustandekommens sollte der Führungsriege des FCC zu denken geben und Änderungen auslösen, sonst fahren wir in der nächsten Saison zum Punktspiel auf die Glaserkuppe. <uk>

Tore: 1:0 Bocek (32.), 1:1 Truckenbrod (55.), 2:1 Oswald (76.)

Meuselwitz: Beer - Brendel, Müller, Kotowski, Weinert, Pikl, Gasch, Oswald, Ferl, Bocek, Rudolph
Jena: Nulle (46. Dwars); Fuss, Lukimya, Lanzaat (46. Hähnge), Sträßer; Holwijn, Wuttke, Truckenbrod, Ziegner, Nagy (81. Amrhein); Amirante

Zuschauer: 1770

Schiedsrichter: Kasenow (Greiz)


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