FC-Präsident Peter Schreiber tritt zurück

Angedeutet hatte er sich schon eine Weile, nun ist der Rücktritt vollzogen. Peter Schreiber zieht sich als Präsident und Präsidiumsmitglied zurück. Mittels Presseerklärung klagt er über "die permanenten Indiskretionen, die Verbreitung von Halbwahrheiten, die mangelnde Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für getroffene Entscheidungen, eigene Interessensverfolgung durch verschiedene Akteure und die systematische Beschädigung meiner Person.". Von Selbstkritik keine Spur. Ein Abschied mit Größe wwar das nicht. Der Aufsichtsrat muss nun innerhalb von vier Wochen einen Nachfolger für ihn bestellen. Bis dahin steht Michael Meier dem Präsidium vor. Auch die anderen Vorstandsmitglieder bleiben zunächst im Amt, haben aber bereits erklärt, einem konsequenten Neuanfang nicht im Wege stehen zu wollen. <fc>

Zum Rücktritt äußerte sich der Sprecher des Supporters-Club im FC Carl Zeiss Jena e.V.:

Mit zunehmender Besorgnis beobachten wir als Mitglieder unseres FC Carl Zeiss Jena die derzeitige Entwicklung im Verein. Insbesondere die Situation in den Führungsgremien bot dieses Jahr eine unwürdige, für viele Fans kaum mehr hinnehmbare, Darstellung dar. Konnte auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung die Handlungsfähigkeit und hoffentlich auch Einheit des Aufsichtsrates wieder hergestellt werden, so tun sich nach dem Rücktritt des Präsidenten neueBaustellen auf. Diese sorgen neben den ohnehin bestehenden Problemen zusätzlich für eine negative Darstellung des FCC in der Öffentlichkeit.

Laut Satzung ist der Aufsichtsrat verpflichtet innerhalb von vier Wochen einen neuen Präsidenten zu bestimmen. Wir setzen volles Vertrauen in die Kompetenzen und Entscheidungen der Mitgliedes des Aufsichtsrates. Jedoch wollen wir nicht verhehlen, dass für uns bestimmte Werte und Aufgaben mit dieser Entscheidung eine besondere Bedeutung haben. Insbesondere ist es die erste und wichtigste Aufgabe des neuen Präsidenten und seines Präsidiums die Zersplitterung des Vereins zu überwinden und alle Kräfte auf das gemeinsame Ziel zu bündeln. Wir erwarten uns eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen Bereichen des Vereins, der Supporters-Club bietet eine solche selbstredend an. Weiterhin wäre es unserer Ansicht nach dringend geboten eine langfristige Strategie für unseren Verein zu entwickeln, momentan ist eine solche nicht zu erkennen. Diese Strategie sollte sich an den Stärken des Vereins orientieren, der sportliche Weg einer erfolgreichen Jugendarbeit darf hierbei nicht irgend welchen Sparzwängen zum Opfer fallen.

Ein Fußballverein ist kein Selbstzweck, er existiert für und durch die Begeisterung seiner Mitglieder und Fans! Was die Einbindung der Fans in den Verein und ihre Unterstützung an geht ist unser FCC mit Sicherheit eine Besonderheit im Fußballgeschäft. Dies darf auch in Zukunft nicht aufgegeben werden. Daher mahnen wir auch weiterhin einen verantwortungsvollen Umgang mit sensiblen, die Fanszene betreffenden Themen an.

Trotz aller Probleme glauben wir an eine erfolgreiche Zukunft unseres Vereins. Wir erwarten von den Führungsgremien des Vereins die Arbeit an Lösungsstrategien für die anstehenden Aufgaben. Hierbei sollten jedoch Realismus und Verantwortungsbewusstsein die entscheidenden Kriterien sein. Ein Verkauf der Traditionen des Vereins und des Fußballsports wird mit den Mitgliedern des Supportersclub nicht zu machen sein!


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