2. Hauptrunde am 07. September 2008

SG Gotha/Friemar - FC Carl Zeiss Jena 0:4

Der Landesliga-Tabellenführer aus Gotha war im Gegensatz zum FC Carl Zeiss erfolgreich in die Saison gestartet, entsprechend konzentriert wollte der FCC trotz des Klassenunterschieds in dieses Spiel gehen. Das gelang in Hälfte eins nur bedingt, denn speziell im Abschluss fehlte es an der letzten Konsequenz. Kein Zufall also, dass der einizige Treffer vor der Pause einer Standartsituation entsprang, Torsten Ziegner einen Freistoß aus 20 Metern Entfernung direkt verwandelte.
Mit drei Treffern am Stück sorgte der Drittligist in der Viertelstunde nach Wiederanpfiff dann aber doch für klare Verhältnisse. Sebastian Hähnge, Danny Reuther und Nils Petersen gelangen ansehnliche Tore. Gemessen an der Zahl der Einschussmöglichkeiten hätte der Sieg eigentlich noch höher ausfallen müssen. <fc>

Tore: 0:1 Ziegner (15.), 0:2 Hähnge (47.), 0:3 Reuther (48.), 0:4 N. Petersen (57.)

Gotha: Behnke - Ertmer (65. Müller), Busse, Ronis, Spangenberg, Grabe (85. Baumbach), Schnuphase (66. Brandel), Schmidt, Arndt, Scheidler, Bärwolf
Jena: Nulle; Riemer, A. Schmidt, Wallschläger, Sträßer; Kolitsch, Hansen, Ziegner, Reuther; Hähnge, Petersen

Zuschauer: 1368

Schiedsrichter: Wartmann (Großwargula)


Achtelfinale am 11. Oktober 2008

SV Borsch 1925 - FC Carl Zeiss Jena 0:6

Volksfeststimmung herrschte am Samstag in dem 700-Seelen-Örtchen Borsch nahe der hessischen Grenze. Hier hat man sich ganz offensichtlich gefreut auf den FC Carl Zeiss Jena, auch wenn die Chancen auf den Viertelfinaleinzug des Landesliga-Aufsteigers damit von vornherein recht klein waren. Ungewohnt groß dagegen die Einnahmen des Kassenwarts angesichts der 1380 Besucher, die mit Blasmusik und leckerem Kuchen begrüßt wurden.
Gastgeschenke verteilte der FCC allerdings nicht. In Hälfte eins beschränkte er sich auf das Nötigste, sorgte mit Treffern von Hansen und Riemer recht schnell für klare Fronten. Mehr fürs Auge gab es dann nach dem Wechsel. Der eingewechselte Salvatore Amirante ballerte sich mit drei Toren in dreißig Minuten ein wenig den Frust von der Seele angesichts seiner derzeitigen Reservisten-Rolle. Und auch der erstmals bei der Männermannschaft zum Einsatz kommende A-Junior Rene Eckardt wusste mit selbstbewussten Aktionen zu gefallen. Bei drei, vier Gelegenheiten der Gastgeber zum Ehrentreffer ließ sich Daniel Kraus im Jenaer Tor nicht überwinden. <fc>

Tore: 0:1 Hansen (16.), 0:2 Riemer (24.), 0:3 Amirante (63.), 0:4 Sträßer (68.), 0:5 Amirante (76.), 0:6 Amirante (89.)

Borsch: Oettel - Kraus (79. Elter), Spiegel (46. Kraus), St. Kirchner, S. Kirchner (58. Simon), Loss, Wiegand, Gimpel, Elsner, Laibach, Sauer
Jena: Kraus; Wallschläger, Müller (55. A. Schmidt), T. Petersen, R. Schmidt; Sträßer, Riemer, Hansen, Ziegner (70. N. Petersen), Eckardt; Hähnge (60. Amirante)

Zuschauer: 1380

Schiedsrichter: Hofmann (Dachwig)


Viertelfinale am 04. April 2009

ZFC Meuselwitz - FC Carl Zeiss Jena 2:6

Angesichts der Erfolgslosigkeit in der Liga übersprang der FC Carl Zeiss die Pokalhürde beim Oberligisten leichter als von manch einem erwartet. Nicht nur, dass der erste Pflichtspielsieg im Jahr 2009 heraussprang, gleich ein halbes Dutzend Treffer setzten die Jenaer der eigenen Torflaute mit 7 Null-Nummern in den letzten 10 Spielen entgegen. Entsprechend erleichtert zeigte sich Trainer Marc Fascher nach Abpfiff.
Freilich fiel die Mehrzahl der Treffer unter tätiger Mithilfe des Gastgebers, bei dem Torhüter Dix nicht seinen glücklichsten Tag erwischt hatte. Ansonsten hielt der Fünftligist durchaus gut mit und hatte mit Martin Bocek einen 2-Meter-Mann in seinen Reihen, den die Jenaer Abwehr nie ganz in den Griff bekam und der deshalb auch beide Gegentreffer markierte. <fc>

Tore: 0:1 Ziegner (26.), 0:2 Ferl (30., ET), 0:3 Schröter (34.), 1:3 Bocek (37.), 1:4 Amirante (44.), 2:4 Bocek (55.), 2:5 Hähnge (67.), 2:6 Amirante (75.)

Meuselwitz: Dix; Kotowski (74. Rudolph), Müller, Ferl, Zich (GRK, 89.); Weinert, Oswald (80. Riese), Hesse, Gemazashvili; Gasch (GK/80. Graf), Bocek
Jena: Nulle; Wuttke, Müller, Petersen, R. Schmidt; Schröter (72. Holzner), Kikuchi, Ziegner (60. Riemer), Fuchs; Hähnge (80. Schembri), Amirante

Zuschauer: 1650

Schiedsrichter: Hammer (Ranis)

Fotos von Jens Weißenburger
Spielbericht auf der Homepage des Gastgebers


Halbfinale am 28. April 2009

1. SC 1911 Heiligenstadt - FC Carl Zeiss Jena 0:2

Nur das Nötigste tat der FCC in Heiligenstadt zum Erreichen des Endspiels. Ohne die verletzten bzw. erkrankten Schembri und Müller antretend, kam dem Favoriten die frühe Führung dabei sehr gelegen. Sebastian Hähnge nutzte eine Vorarbeit seines Sturmpartners Salvatore Amirante. Der Italiener hätte schon kurz nach der Pause zweimal für die Entscheidung sorgen können, holte dies aber in der 67. Minute nach. Hähnges Flanke nahm Lars Fuchs volley, Amirante staubte ab. Der Gastgeber bot eine gute Leistung, besaß durch Werner und Lubojanski auch Möglichkeiten zu einem eigenen Treffer. Ernsthaft in Gefahr geriet der Drittligist jedoch nicht. Im Finale kommt es nun zum großen Duell gegen Rot-Weiß Erfurt, das sich in seinem Halbfinale gegen den SC Weimar behauptete. <fc>

Tore: 0:1 Hähnge (21.), 0:2 Amirante (67.)

Heiligenstadt: Lübke; Sellmann, Hanusch, Eib, Orschel; Deppe (70. Siebert), Papst, Lubojanski (81. Schneegans), Held (56. Elsner); Möhlhenrich, Werner
Jena: Nulle; Holzner (81. Amrhein), Riemer, Bochud, R. Schmidt; Sträßer, Kikuchi, Ziegner (88. Ullmann), Fuchs; Hähnge (72. Mayombo), Amirante

Zuschauer: 2200

Schiedsrichter: Kleinschmidt (Mühlhausen)

Bericht auf fansmedia.org über Vorfälle am Rande des Spiels


Endspiel am 26. Mai 2009 in Erfurt

FC Rot-Weiß Erfurt - FC Carl Zeiss Jena 3:2

Schon die gesamte Saison über hatte die Jenaer Mannschaft zwei unterschiedliche Gesichter gezeigt. Etliche Male hatten wir nach den gezeigten Leistungen unser Urteil "Sie kann es nicht besser, ist eigentlich nicht drittligatauglich" schon gefällt gehabt. Dann wiederum gab es Tage, die uns ein hoffnungsvolles "Na also, es geht doch!" entlockten. Wie nun würde sich die Elf beim Saisonabschluss in Erfurt präsentieren?

Zunächst einmal mit vehementem Start. Torsten Ziegner, noch immer der Liebling aller Rot-Weißen, hatte Sebastian Hähnge in den Lauf gespielt. Dieser sah seinen besser postierten Sturmpartner Andre Schembri, welcher nach nicht einmal zwei Minuten zum 1:0 traf. Die schnelle Gästeführung im Steigerwald, wie beim Punktspiel neun Monate zuvor am selben Ort, brachte die Gastgeber ein bisschen aus dem Konzept. Das Ballwegschlagen von Peßolat nach genau einer Viertelstunde hatte schon etwas von Frustration. Begünstigt durch zu einfache Ballverluste der Jenaer übernahmen sie danach aber die Initiative. Pohl köpfte nach einem Eckball freistehend ebenso drüber (16.) wie Hauswald vier Minuten später. Ohne einen Lenker im Mittelfeld versäumte es die Jenas Offensivabteilung in dieser Phase, die nicht sattelfest wirkende Erfurter Abwehr häufiger unter Druck zu setzen. Wie es gehen kann, zeigte sich beim Angriff nach vierzig Minuten, den René Eckardt mit einem Schuss ins kurze Eck abschloss. Orlishausen war zur Stelle. Bessere Noten verdiente sich vor der Pause unsere Defensive, die es verstand, die meisten Bälle vom Nulle-Gehäuse weg zu halten. Nur in der letzten Aktion vorm Halbzeitpfiff hatte sie Dusel, als Peßolat allein gelassen aus sieben Metern am rechten Pfosten vorbei zielte.

Mindestens ebenso schön wie erste begann auch die zweite Halbzeit für den FC Carl Zeiss. Von der rechten Seite zog Ralf Schmidt aus gut 30 Metern Entfernung einen Freistoß aufs Erfurter Tor, der sich über Orlishausen ins lange Eck senkte. 2:0 ! Noch bevor Erfurts Keeper mit Fliegenfänger-Rufen bedachte wurde, schallte ein vielstimmiges "Auswärtssieg" durchs weite Rund. Dabei hatte sich der Thüringer Fußballverband alle Mühe gegeben, den Erfurter Heimspielcharakter etwas zu kaschieren. Auf der Anzeigetafel wurde der FCC zuerst genannt, der Jenaer Oberbürgermeister stand am Halbzeit-Mikrofon und als wirklich wertvolle Veränderung ersparte man uns den peinlichsten Stadionsprecher der dritten Liga zugunsten eines neutralen Ansagers.
Von einem Heimspiel für RWE war nach dem zweiten Tor auch auf den Rängen nichts zu spüren. Ziemlich betröppelt standen die Rot-Weißen in ihrem Block, während Jenas Anhänger bester Laune waren. Diese verfuschte Saison schien doch noch ihr doppeltes Happy-End zu bekommen. Ließ doch die Verteidigung in blau-gelb noch immer nicht viel anbrennen. Und wenn mal etwas durchkam, vergaben Cannizzaro und Co. ihre Chancen recht kläglich.
Doch wer genau hinschaute, sah die ersten Alarmzeichen. Richtiggehend schlampig gestaltete sich nach dem zweiten Treffer der Spielaufbau auf Seiten der Jenaer. Statt den Sack zu zu binden, wurde der Gegner durch passives Verhalten und stümperhafte Fehlabspiele permanent ins Spiel zurück gebracht. Und es kam noch schlimmer. Denn nach dem Anschlusstreffer durch einen gezielten 15-Meter-Schuss ins Dreiangel fiel Jenas Abwehrbollwerk wie ein Kartenhäuschen in sich zusammen. Symptomatisch für den Rest des Spiels die Szene zum Ausgleich. Einmal, zweimal brachten die Rot-Weißen den Ball aus dem Gewühl heraus nicht über die Linie. Doch von Jena bekamen sie noch einen dritten Versuch, den Pagenburg nutzte, auch wenn Nulle dabei im Fünfmeterraum gefoult worden sein soll. Die erste Leuchtrakete flog aus Jenas Fanblock, Katerstimmung machte sich breit und die Führung war dahin. Alles genau so wie beim Punktspiel neun Monate zuvor. Auch der Knockout kurz vor Schluss, er blieb uns wieder nicht erspart. Semmer verlängerte einen Freistoß von der rechten Seite unhaltbar ins Netz.

Dieses Spiel ist im Kopf verloren worden. Einen Kontrahenten, der schon mausetod schien, durch Passivität derart wieder aufzubauen, ist (nett formuliert) grob fahrlässig. Dass Erfurts Spieler demonstrativ in ihre Fankurve rannten, als Jenas Akteure gerade vom TFV für den 2. Platz geehrt wurden, stellte die Unsportlichkeit des Abends dar, war aber doch nur eine Randerscheinung für bitter enttäuschte Zeiss-Fans.

Der letzte Eindruck ist der bleibende. Wir sollten drei Kreuze machen, mit dieser Mannschaft wenigstens in der Liga geblieben zu sein. <fc>


Tore: 0:1 Schembri (2.), 0:2 Schmidt (51.), 1:2 Rockenbach (73.), 2:2 Pagenburg (77.), 3:2 Semmer (85.)

Erfurt: Orlishausen - Pohl (46. Handke), Cinaz, Pagenburg, Rockenbach, Schnetzler, Stenzel, Peßolat (53. Cannizzaro), Hauswald (66. Semmer), Möckel, Pinske
Jena: Nulle; Wuttke, Riemer, Petersen, R. Schmidt; Sträßer, Kikuchi, Ziegner, Eckardt (77. Fuchs); Schembri (68. Mayombo), Hähnge

Zuschauer: 10.556

Schiedsrichter: Wenkel (Höxter)

Kurzbericht und Trainerstimmen auf rot-weiss-erfurt.de


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