Kurz vor Weihnachten hat der FC Carl Zeiss den dritten Trainerwechsel in diesem Jahr vollzogen. Mit dem 38jährigen Henning Bürger wurde dieses Mal wieder eine vereinsinterne Variante gewählt, arbeitet der ehemalige Bundesligaprofi doch bereits seit zweieinhalb Jahren als Trainer im Juniorenbereich beim FC Carl Zeiss. Eine ähnliche Konstellation hatte es bei der Vertragsunterzeichnung von Heiko Weber gegeben, der danach die erste Männermannschaft von der Oberliga in die zweite Bundesliga geführt hatte. Ein vergleichbar erfolgreiches Wirken verspricht sich die Vereinsführung wohl nun von Henning Bürger, zumal es sie finanziell gesehen vergleichsweise günstiger kommen dürfte als ein weiterer namhafter Trainer-Export.
Für Valdas Ivanauskas, der die Heart of Midlothians in Schottland immerhin mal zur Vizemeisterschaft geführt hatte, wurde die Zahl 12 in Jena nicht zur Glückszahl. Zwölf Punkte aus ebenso vielen Partien reichten nicht aus, um den FC Carl Zeiss aus der unteren Tabellenregion nach oben zu führen. In Folge dessen überwintert Thüringens einziger Fußballprofi-Verein mit fünf Zählern Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Einzig in der Teambildung waren in den 12 Wochen unter dem Litauer Fortschritte gegenüber seinem Vorgänger Frank Neubarth auszumachen. Wie in solchen Fällen üblich wird die Trennung auf eine Abfindung von Vereinsseite hinauslaufen.
Im Vergleich zum Trainerwechsel rückt eine andere wichtige personelle Veränderung ein wenig in den Hintergrund der öffentlichen Wahrnehmung. Dabei wurde mit Lutz Lindemann als Sportdirektor ein weiterer umstrittener Posten neu geregelt. Lindemann war gemeinsam mit Neubarth für die Neubildung der Mannschaft nach dem Nichtabstieg 2006/2007 zuständig und dabei den selbst formulierten Erwartungen, sieben oder acht Kracher verpflichten zu wollen, nicht gerecht geworden.
Wer neuer Sportdirektor wird, steht zur Stunde noch in den Sternen. Der ins Gespräch gebrachte Wolfgang Frank hätte den Vorteil, über jenen Fußballlehrer-Schein zu verfügen, welcher von der DFL für Liga zwei gefordert wird und der Henning Bürger momentan noch fehlt. Der Ex-Offenbacher Coach ist allerdings auch für den Trainerposten in Aue im Gespräch.
Neuer Assistenztrainer sollte nach den Wünschen der Jenaer Vereinsführung Marco Kämpfe werden. Da dieser von seinem jetzigen Verein keine Freigabe erhält, bleibt Kämpfe an der Seite seines langjährigen Intimus Heiko Weber Trainer bei den Amateuren von Energie Cottbus. <fc>

Stellvertretend für viele gibts im Folgenden ein paar Meinungen aus dem FCC-Supporters.de-Forum zur Entlassung von Ivanauskas und der Berufung Henning Bürgers als sein Nachfolger.

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