2. Hauptrunde, 27.08.05: Suhler SV 06 - FC Carl Zeiss JENA 1:8

Suhl: Richter; Sauer, Carl, Kliem (58. Eschrich), Paul (37. Arnold, 72. Weigelt); Block, Müller, Tödtmann, Wohlfahrt, Chasseur; Kühnstein

Jena: Person; Hasse; Hujdurovic, Maul; Werner (46. Sykora), Thielemann, Manai, Zimmermann, Paulick; Kunze, Hähnge (46. Jovic)

Zuschauer: 415

Schiedsrichter: Hofmann (Dachwig)

Tore: 0:1 Zimmermann (7.), 0:2 Maul (13.), 0:3 Werner (33.), 0.4 Kunze (74.), 1:4 Tödtmann (74.), 1:5 Manai (79.), 1:6 Kunze (80.), 1:7 Maul (83.), 1:8 Tödtmann (88., ET)

Mit Tempofußball stellte der Regionalligist schon in der ersten Viertelstunde die Weichen auf Sieg. Lediglich in den ersten dreißig Minuten nach Wiederanpfiff genehmigten sich die Jenaer eine kleine Auszeit. Der durch einen Fernschuss zustande gekommene Gegentreffer schien sie aber noch einmal zu motivieren und da bei den aufopferungsvoll kämpfenden Gastgebern nun die Kräfte schwanden, wurde dieses Pokalspiel noch zum Schützenfest. Der zum ersten Mal in einem Pflichtspiel eingesetzte Torwart Christian Person verlebte einen ruhigen Nachmittag.

Außerdem spielten in Runde zwei: FC Carl Zeiss Jena II - FC Erfurt-Nord 5:1
Wie schon im Punktspiel zeigte sich die Klubzweite dem Oberligaabsteiger aus dem Vorjahr deutlich überlegen. Rushiti (2), Sykora und Treitl hatten bereits zur Halbzeit ein 4:0 heraus geschossen. Nach dem Wechsel traf Stefan Treitl ein weiteres Mal. Neben ihm schnürte auch Olaf Holetschek noch einmal die Fußballschuhe und half als Libero aus. Vor den Augen von Regionalliga-Coach Weber bot der Albaner Rushiti im ersten Spiel für seinen neuen Verein eine starke Leistung.
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Achtelfinale, 08.10.05: ZFC Meuselwitz - FC Carl Zeiss JENA 1:2 n.V.

Meuselwitz: Eckstein (44. Dix) - Rada, Baumann, Bronce, Pinder, Kotowski (66. Miltzow), Großmann, Sedlacek (GRK, 88.), Graf (82. Kwiatkowski), Dimter, Weinert

Jena: Person; Hasse; Hujdurovic, Kowalik; Werner, Thielemann, Bochtler (61. Schmidt), Ziegner, Sykora (46. Zimmermann); Hähnge, Endres (46. Manai)

Zuschauer: 1703

Schiedsrichter: Wilske

Tore: 1:0 Kotowski (21.), 1:1 Manai (90.), 1:2 Hujdurovic (120.)

Exakt wie in der vorigen Saison hatte die erste Mannschaft des FC Carl Zeiss für das Achtelfinale den gastgebenden ZFC als Kontrahenten zugelost bekommen. Die Parallelen zum Februar setzten sich zunächst fort. Damals wie heute besaß der FCC die erste Chance im Spiel (Thielemann aus 30 Metern), doch Meuselwitz zog nach zwanzig Minuten mit 1:0 in Front. Graf war nach einem Solo an Person gescheitert, Kotowski verwertete den Abpraller. Viel hat nicht gefehlt und der Gastgeber wäre wie acht Monate zuvor erneut mit 2:0 davon gezogen. Großmann, Sedlacek und Miltzow hatten etliche Gelegenheiten dazu. Womit wir beim Unterschied zum letzten Aufeinandertreffen an gleicher Stelle wären: Hatten die Jenaer damals das Spiel mit einer famosen Aufholjagd noch aus dem Feuer gerissen und waren als verdienter Sieger vom Platz gegangen, wirkten sie diesmal die ganze Spielzeit über lust- und ideenlos. Ein Kunstschuss von Manai in letzter Minute brachte den Favoriten gegen die bereits in Unterzahl befindlichen Gastgeber gerade noch so in die Verlängerung, wo Hujdurovic ebenfalls in der letzten Spielminute den äußerst glücklichen Siegtreffer erzielte. - Viertelfinale erreicht und damit hat es sich auch, denn Jenas Akteure werden wissen, dass sie sich mit solch einer Leistung nur gegen einen unterklassigen Gegner gerade mal eben so durchschlängeln können.

Außderdem: 1. FC Gera 03 - FC Carl Zeiss JENA II 3:2
Diese Nachholepartie im Achtelfinale fand am selben Tag wie das Regionalliga-Spitzenspiel Jena gegen Lübeck statt. Bei der Klubzweiten wirkten dennoch einige Akteure aus dem Drittliga-Kader (Wachsmuth, Erfen, Bochtler) mit, zudem schnürten die Routiniers Treitl und Holetschek noch einmal die Fußballstiefel. Die optische Überlegenheit zahlte sich nicht aus, da der Landesligavierte aus Ostthüringen mit einer bemerkenswerten Effektivität seine Chancen nutzte. Winterkorn traf zweimal in der ersten halben Stunde, Bloß erzielte zwischenzeitlich das 3:1. Auf Jenaer Seite blieb das namhafte Sturmduo Endres/Jovic blass. Wachsmuth und Treitl gelang zweimal der Anschlusstreffer, zu mehr reichte es nicht.


Viertelfinale, 15.11.05: FC Rot-Weiß Erfurt - FC Carl Zeiss JENA 2:4 n.E. (0:0, 0:0)

Erfurt: Orlishausen; Nowak, Bertram (117. Scherer), Holst, Six; Brunnemann, Pätz, Anicic (76. Kühne), Schnetzler; Hebestreit, Kacani (80. da Silva)

Jena: Person; Hasse; Hujdurovic, Kowalik (46. Holzner); Werner (78. Paulick), Thielemann, Schmidt, Ziegner, Maul; Zimmermann (54. Manai), Hähnge

Zuschauer: 10.926

Schiedsrichter: Weber (Eisenach)

Dass wir im Pokal-Viertelfinale eine andere Erfurter Mannschaft erleben als zweieinhalb Wochen zuvor im Punktspiel, wurde mit Spielbeginn klar. Anpfiff – Foul – Gelbe Karte für Hebestreit. Die wahrscheinlich schnellste Verwarnung in Erfurts Vereinsgeschichte offenbarte nach zwei Sekunden die Aggressivität, mit der die Rot-Weißen die Schmach vom letzten Aufeinandertreffen tilgen wollten. Als Kowalik wegrutschte, Brunnemann dadurch alle Zeit der Welt für eine überlegte Eingabe bekam, schienen sie dem Ziel einen ersten Schritt näher zu kommen. Doch Hebestreit schob den Ball aus Nahdistanz neben den Pfosten, worauf der Fußballgott, wie seine Fans ihn bezeichnen, eher einem Rumpelstilzchen ähnelte, das vor Ärger in den Rasen stampft. Spätestens, als sich ein RWE-Freistoß an den Pfosten des Jenaer Tores drehte, stellte sich aber ernsthaft die Frage: Was ist eigentlich mit der Jenaer Mannschaft los ? Kein einziges Mal fand sie in der ersten Viertelstunde gefährlich den Weg über die Mittellinie. Nichts war zu sehen von jener Auswärtstaktik, mit der man in Punktspielen die Gastgeber zur Verzweiflung bringt. Trainer Weber hatte auf die Frage nach der Belastung durch englische Wochen geäußert, statt einer langen Trainingseinheit sei ein Spiel in Erfurt das Beste, was seinen Jungs passieren könne. Vielleicht hatten diese da etwas missverstanden, denn dies hier war kein besseres Training. Mit so wenig Eigeninitiative wie zu Beginn einen Derbysieg einfahren zu wollen, ist selbst gegen einen angeschlagenen Tabellendreizehnten unmöglich. Zwar zeigten sich nach zwanzig Minuten die ersten Ansätze einer offensiveren Spielgestaltung, Tormöglichkeiten besaß aber nach wie vor nur der Gegner. Person faustete einen Ball mit kühnem Hechtsprung vor Kacani weg, allerdings in Richtung Schnetzler, der Maß nahm und vorbei schoss (26.). Dann plötzlich der erste gescheite Angriff der Jenaer: Tobias Werner rast von seiner linken Seite auf den Torhüter zu. Kein Vorwurf, dass er seine Mitspieler im Zentrum ignorierte, denn aus einer solchen Position wie der seinen darf man gerne selbst vollenden. Schade nur, dass Werner an Orlishausen scheiterte. Ehrlich gesagt wäre eine Führung zu diesem Zeitpunkt auch nicht verdient gewesen. Da taugte der 25-Meter-Freistoß von Holst an die Latte des Jenaer Tores schon eher als Zusammenfassung der ersten Halbzeit.

Heiko Weber reagierte, tauschte den gelbbelasteten Kowalik sowie den wirkungslosen Zimmermann gegen Holzner und Manai. Mit zunehmender Spielzeit sollte sich dies durchaus als vorteilhaft erweisen, doch zunächst übertrafen sich wieder die Erfurter im Auslassen ihrer Möglichkeiten. Kacani stand nach Anicics Eingabe frei vorm großartig reagierenden Person (55.). Schnetzler schoss einen abgeprallten Ball am Tor vorbei (58.). Pätz, wohl im Bestreben eines Flankenballs, brachte einen gefährlichen Aufsetzer, den Person zur Ecke lenkte, welche wiederum nur knapp über die Latte des Jenaer Tores geköpft wurde. Nach einer Stunde Spielzeit hatten sich klare Erfurter Chancen in einem Maße angehäuft, dass unterschiedliche Zählergebnisse entstanden waren. Waren es acht ? Neun ? Oder schon zehn ? Beim Gästekonto waren sich zum selben Zeitpunkt alle einig: Eine Chance bis hierhin ! Als sich Möglichkeit Nummer zwei anbahnt, verhaspelt sich Hähnge bei der Ballmitnahme. Worauf die Zeiss-Fans in einen Trance-artigen Dauergesang verfallen. „Olé olé, Olé olé – FC Carl Zeiss Olé“. Immer wieder intonieren sie dieses Lied. Den Jenaer Spielern scheint es zu gefallen, halten sie sich nun doch auffallend häufig in der Nähe des Gästefanblocks auf. Da sich dieser praktischerweise gerade auf Seiten des Erfurter Strafraums befand, kommen endlich mehr eigene Torchancen zustande. In Minute 73 scheitert Hähnge nach Ziegners Dribbling an Orlishausen. Neun Minuten darauf erwischt Erfurts Keeper, der sich nach einem abgeblockten Schuss geworfen hatte, am Boden liegend (!) noch den Nachschuss. Und dann war da noch Minute 86. Ziegner mit Solo von der linken Seite in die Mitte, Abspiel auf Manai, der könnte schießen, läuft aber mit Blick auf den Ball los und läuft und läuft – bis die Grundlinie ins Blickfeld gerät und er das Leder orientierungslos hinters Tor schießt. Mit einem Treffer vier Minuten vor Ultimo hätte Kais Manai sich und uns eine halbe Stunde Verlängerung im abendlich kalten Nieselregen ersparen können.

Im Bestreben, die Scharte von eben auszuwetzen, vergab Manai in der sechsten Minute der Verlängerung seine zweite große Chance. Seinen Antritt durch die Erfurter Hälfte vermochten drei Gegenspieler nicht zu stoppen. Vor ihm nur noch Torwart Orlishausen. Nun hatte dieser als einziger Erfurter schon beim Punktspiel Klasse unter Beweis stellen können und bestätigte diesen Eindruck auch im Pokalfight. Bei Manais Schuss aber brauchte er einfach nur stehen zu bleiben... Die zweiten 15 Minuten der Verlängerung begannen mit einem Erfurter Freistoß in den Rücken der Abwehr, wo da Silva verzog (107.) und endeten mit einem Kopfball Hähnges, den Orlishausen parierte (118.). Danach war gewiss: Zwischen den beiden Erzrivalen muss erneut ein Elfmeterschießen entscheiden.

Als Ziegner als erster Schütze scheiterte, wurden böse Erinnerungen an die letztjährige Finalpleite gegen Erfurts Zweite wach. Doch Christian Person krönte seine bislang beste Leistung im Jenaer Dress mit dem postwendend gehaltenen Elfmeter Brunnemanns, war auch bei Holsts Treffer noch mit den Fingern dran. Die Entscheidung brachten letztendlich Schnetzlers Schuss an die Lattenunterkante, von wo aus der Ball vor die Torlinie sprang sowie die Nervenstärke eines Kais Manai als letztem Schützen. Die Elfmeterkrimi-Bilanz der letzten Jahre zwischen beiden Vereinen gleicht sich damit auf 2:2 aus. <fc>

Verlauf des Strafstoßschießens: Ziegner - gehalten, Brunnemann - gehalten, Thielemann 0:1, Kühne 1:1, Hähnge 1:2, Schnetzler - Latte, Hasse 1:3, Holst 2:3, Manai 2:4
Bericht auf rwe-fanclub-diealten.de


Halbfinale, 05.04.06: VfB 09 Pößneck - FC Carl Zeiss JENA 1:5 n.V.

Pößneck: Okrucky; Busse, Sawetzky, Werner (81. Gäbler), Krause, Wolter, Förster, Walther, Woitha (81. Mußler), Wiegand (72. Bartholme), Schimmelpfennig

Jena: Person; Maul, Hasse, Kowalik; Werner, Kühne (25. Wachsmuth), Ziegner, Zimmermann, Schlitte; Kunze (58. Hähnge), Sykora (79. Zaccanti)

Zuschauer: 1300

Schiedsrichter: Wenkel (Mühlhausen)

Tore: 0:1 Hähnge (76.), 1:1 Mußler (88.), 1:2 Zaccanti (93.), 1:3 Zaccanti (113.), 1:4 Bartholme (116., ET), 1:5 Ziegner (119., FE)

Eine Verlängerung benötigte der FC Carl Zeiss Jena, um das Endspiel des Thüringenpokals zu erreichen. Mit vier Toren Differenz fiel der Sieg am Ende aber doch deutlich aus.
Während der ersten neunzig Minuten tat sich der FC Carl Zeiss äußerst schwer gegen den Oberligisten. Obwohl optisch überlegen, blieben Chancen Mangelware. Ein Treffer von Maul nach Freistoß Ziegners fand beim Schiedsrichter keine Anerkennung (27.), Kunzes Schüsse wurden durch einen VfB-Verteidiger von der Torlinie geschlagen (44.) oder gerieten zu hoch (48.). Spielerisch ging lange Zeit nicht viel, zumal der eine oder andere Jenaer keine rechte Einstellung zu dieser Partie zu finden schien. Erst die Hereinnahme des Sturmduos Hähnge/Zaccanti belebte deutlich das Spiel und führte zu dessen Entscheidung, gingen die ersten drei Jenaer Treffer doch samt und sonders auf das Konto dieser beiden Angreifer. Dabei hätte man vom Regionalligisten durchaus erwarten können, dass er das 1:0 durchs Hähnges Neunmeterschuss über die Zeit bringt, doch stand Mußler drei Minuten vor Ablauf der 90 Spielminuten sträflich ungedeckt. Andererseits könnte die Verlängerung trotz der zusätzlichen körperlichen Belastung durchaus von Wert für das Jenaer Team gewesen sein. Denn nach viel Krampf zuvor in Köln und Pößneck geriet die Extrazeit zu einer Art Befreiung, bei der die frierenden Zuschauer doch noch ein paar attraktive Spielzüge mit Torszenen im Minutentakt zu sehen bekamen.
Der Regionalligazweite zeigt sich in diesen Wochen als Mannschaft mit zwei Gesichtern. Zielstrebig und kombinationssicher gegen jene Gegner, die auf Augenhöhe mit dem FC Carl Zeiss stehen. Hüftsteif und einfallslos gegen die vermeintlich Kleinen. So gesehen darf man sich schon jetzt auf das nächste Punktspiel freuen. Und sollte in das Pokalfinale nicht allzu große Erwartungen setzen. <fc>

Finale, 09.05.06 in Meuselwitz: 1. SV Gera 03 - FC Carl Zeiss JENA 2:4

Gera: Dolecek - Furhmann, Tews, Neubert, Embingou, Ast (70. Bangemann), Fügemann (54. Winterkorn), Bach, Barich (79. Güttner), Sadlo, Bloß

Jena: Person; Maul, Hasse, Wachsmuth; Werner (46. Kowalik), Thielemann, Kühne, Zimmermann (65. Manai), Schlitte; Zaccanti (46. Sykora), Hähnge

Zuschauer: 1400

Schiedsrichter: Lämmchen (Meuselwitz)

Tore: 0:1 Zimmermann (14.), 0:2 Thielemann (28.), 1:2 Sadlo (55.), 1:3 Sykora (60.), 1:4 Hähnge (71.), 2:4 Bloß (77.)

Das Unangenehmste dieses Finaltages gab es kurz vorm Anpfiff, als die große, dunkle Gewitterfront über Altenburg abdrehte und etwas Wasser über der bluchip-Arena verschüttete. Nachdem die Zeiss-Fans in „gefährlich“ (die mit Stehplatzkarte = Gästekäfig) und „nichtgefährlich“ (mit Sitzplatzkarte und Freilauf im Stadionbereich) einsortiert worden waren, begann das Spiel erwartungsgemäß: Der FCC kontrollierte das Spiel und drängte die 03er in deren Hälfte. Die erste erwähnenswerte Szene war Werners Schuß von links, der jedoch gehalten wurde. Nach einer knappen Viertelstunde verkündete die Anzeigetafel „ZFC 1 Gäste 0“, als Mark Zimmermann Werners Eckball ins kurze Eck drückte. Und weiter ging es nur in eine Richtung. Zaccanti zielte als Abschluß eines schnellen Angriffs über „Zimme“ und Hähnge zunächst etwas zu hoch (19.), aber nicht einmal eine weitere Viertelstunde nach dem 1:0 schaltete die „ZFC“-Anzeige für den FCC eins weiter: Thielemann – Schlitte – Hähnge waren die Stationen, dann legte letzterer kurz nach hinten wieder auf Thielemann ab, der den Ball von der Strafraumgrenze aus links unten zum 2:0 einnetzte. Ab diesem Zeitpunkt erlosch bei den Zuschauern fast jede Anspannung – der Sieger stand de facto fest – und beim FCC verstärkte sich die Tendenz, sich etwa in Zweikämpfen sichtbar zurückzuhalten, um – verständlich mit Hinblick auf das wichtige Spiel in Lübeck – Verletzungen zu vermeiden. Trotzdem dominierte unsere Mannschaft deutlich und erspielte sich weitere Chancen. So verpaßte man in der 35. min das 3:0, weil Zimmermann den Ball von der Grundlinie leider ins Zaccantis Rücken paßte. Im Gegenzug spielte Person mit den Nerven von Fans und Teamkollegen, als er den Ball an den vor ihm lauernden Geraer vertändelte, zunächst klärte, der Nachschuß verfehlte aber seinen Kasten nur knapp. Unmittelbar vor der Pause ging es im Geraer Strafraum nochmals lustig zu, als Zimmermann, Hähnge und Zaccanti reihenweise beim „Scheibenschießen“ scheiterten. Und kurz danach war es erneut Zaccanti, der aus Nahdistanz am Geraer Torwart scheiterte.

Nach der Pause gab es das gleiche Bild: Jena machte Druck, es fehlten aber zunächst die „Hundertprozentigen“ fürs dritte Tor. Besser machten es die Geraer in der 54. min, als Embingou eine  langen Ball auf die linke Seite schlug, wo Hasse das Laufduell gegen Sadlo verlor und der 03er Stürmer dann noch über Person ins Tor lupfte – 2:1. Es blieb weder Zeit zum Unruhigwerden, noch gab es Anlaß dazu. Der FCC schlug schnell zurück. Zunächst erkämpfte Hähnge sich den Ball in der Geraer Hälfte, ging rechts in den Strafraum und gab eine Maßflanke auf Sykora, der jedoch daß Wunder vollbrachte, den Ball NICHT zu versenken (der Keeper wehrte zur Ecke ab). Warum einfach machen, wenn es auch schwerer geht, sagte sich Sykora, holte das versäumte Tor nach und köpfte die folgende Ecke zum 3:1 unter die Latte. Der FCC verwaltete jetzt das Spiel, aber Gera war einfach nicht in der Lage, daraus Kapital zu schlagen. Im Gegenteil, sie mußten aufpassen, um nicht durch die Jenaer Konter abgeschossen zu werden, aber da schluderte unser Team zu sehr. Als sich Hähnge wieder einmal ins Geraer Aufbauspiel einschaltete, sprich den Ball eroberte, ließ er dem Torwart mit seinem plazierten Flachschuß keine Chance und beendete mit dem 4:1 seine Minitorflaute. Das 4:2 durch Bloß’ Knaller aus 25 m ins Dreiangel nach Jenaer Fehlpaß war nur noch Ergebniskosmetik, am Spielablauf änderte sich gar nichts. Trotz allseitiger Zurückhaltung verletzte sich Schlitte eine Viertelstunde vor Schluß so schwer, daß der FCC den Rest der Partie mit 10 Mann bestreiten mußte. Irgendwann war Schluß und nach der Pokalübergabe fand der Test für einen Platzsturm statt – wer weiß, ob man das in dieser Saison nicht noch einmal gebrauchen kann.

Schade nur, daß der TFV auch im –zigsten Jahr nicht begreift, daß Pokalfinals mitten in der Woche in der „Prärie“ (weitab von den Orten der Finalteilnehmer) einen Zuschauerzustrom bescheren, der diesem Höhepunkt im Thüringer Landesfußball unwürdig ist. Dieses Finale hätte ein Wochenende nach dem Punktspielabschluß etwa in Gera deutlich mehr als nur 1400 Zuschauer angezogen. <uk>
>Diashow von Rene Röder


Kommentatorenteam:

<fc> - Frank Cichos
<uk> - Uwe Kaiser
<jw> - Jens Weißenburger
<vg> - Volker Große
<bpf> - Björn Pfennig
<gunner> - Stefan Meißner

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