Woher stammt das Wortmaterial?

Von 1908 bis Mitte der 60er Jahre fanden im Arbeitsgebiet zahlreiche Fragebogenerhebungen (vgl. Abb.) sowie direkte Befragungen in insgesamt 2800 Orten aus 56 Kreisen statt. Daraus konnte der größte Teil der bis heute ca. 1,5 Millionen Wortbelege für das Wörterbucharchiv gewonnen werden.

Beispiel für einen Fragebogen. (Zum Vergrößern klicken)

Ausgewertet wurden aber auch handschriftliche Sammlungen über die Ortsdialekte von ca. 400 Gewährsleuten und Helfern, gedruckte Quellen über die Sprache Thüringens, z. B. die Werke der Mundartschriftsteller.
Auch schriftliche Zeugnisse aus alter Zeit wurden herangezogen, insbesondere Gemeindeordnungen, Statuten und Rechnungen. Dennoch ist die Sammlung bis heute noch nicht abgeschlossen, sie wird auch während der Publikation des Wörterbuches ständig erweitert.