Das Arbeitsgebiet des Thüringischen Wörterbuchs ist nicht identisch mit den Grenzen des heutigen Freistaates Thüringen (vgl. Abb.), da ihm die Verwaltungsgrenzen der thüringischen Territorialstaaten zu Beginn des 20. Jahrhunderts zugrunde liegen. (Nähere Informationen hierzu bei Wikipedia) So erstreckt sich das Arbeitsgebiet von der niederdeutschen Sprachgrenze im Norden, der ik-ich-Linie, bis zum Coburger Land. Die Südgrenze ist größtenteils identisch mit der Grenze zu Bayern. Im Osten führt die Arbeitsgebietsgrenze von Nienburg saaleaufwärts etwa bis Weißenfels, schließt somit Gebiete des heutigen Sachsen-Anhalts mit ein und folgt dann im wesentlichen der thüringisch-sächsischen Landesgrenze. Die Westgrenze stimmt mit den Landesgrenzen zwischen Thüringen und Hessen sowie Niedersachsen überein. Auch die ehemalig Sachsen-Meiningische Exklave Ostheim vor der Rhön ist Teil des Wörterbuchgebietes.

Das Arbeitsgebiet des Thüringischen Wörterbuches. (Zum Vergrößern klicken)

Aus dialektaler Sicht erstreckt sich die thüringische Kernlandschaft vom Harz bis zum Thüringer Wald und von der Werra bis zu Saale und Elster. Sprachlich gesehen gehören die Gebiete südlich des Rennsteigs (Hennebergisch und Itzgründisch) und des Südostens zum ostfränkischen Sprachraum. Am Westrand des Arbeitsgebiets wird in einigen Orten hessischer Dialekt gesprochen (im Gebiet um Geisa) und nördlich von Heiligenstadt und Worbis (Landkreis Eichsfeld) Niederdeutsch . (Vgl. Karte: Dialektgebiete im Arbeitsgebiet des Thüringischen Wörterbuches )