Zentralthüringisch
bildet gemeinsam mit dem Ilmthüringischen die eigentliche thüringische Kernlandschaft, die relativ stabile dialektale Eigenheiten aufweist.

Das Zentralthüringische hebt sich von seiner Umgebung vor allem durch fallende Diphthonge ab. Es heißt hier guet (gut), Voater (Vater) und Wäasen (Wiese).

Wie im Nordthüringischen sind auch hier die alten Langvokale i und u (Wien, Huus) vorzufinden.
Im Norden hört an der Unstrutschranke die sogenannte Senkung von
i und u zu e und o (ich/ech, Luft/Loft) auf.

Die Südwestgrenze bildet die Rennsteigschranke, wo die thüringische Verkleinerungssilbe -chen endet und fränkisches -le oder -la beginnt.
Charakteristisch für dieses innerthüringische Dialektgebiet sind ebenso die Gutturalisierung (Kinder/ Kinger, herunter/ runger), das sogenannte
e Saxonicum bei Substantiven, Adjektiven und Adverbien (Bette ''Bett'
stelle 'still' balle ''bald'), sowie die Kontraktion der Laute -age- (schleet, 'schlägt' sööt, 'sagt').

Übersichtskarte Zentralthüringisch (Zum Vergrößern bitte in die Grafik klicken)

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