Projects


Spatial Deixis in Diachronic Language Development, EU-Project, 2016-2020

Marie Curie International Training Network Deictic Communication – A Multidisciplinary Training

The project explores the role of spatial deixis in the diachronic evolution of grammar from a cross-linguistic perspective. It has been established that spatial deictics (e.g. this/that, here/there) provide a frequent diachronic source for the development of a wide range of grammatical morphemes (e.g. definite articles, third person pronouns, copulas) and discourse markers (e.g. hesitation signals). Building on this research, the project investigates the various pathways of development leading from spatial deictics to grammatical function words and discourse markers in a sample of genetically diverse languages. Methodologically, the project will combine qualitative analyses of data from historical texts, etymological dictionaries, and historical grammars with quantitative analyses of (diachronic corpus) data from a database to be established in the course of the project.

Mitarbeiter:
Merlijn Breunesse



Prinzipien der linearen Strukturierung komplexer Sätze, DFG-Project, 2007-2010



In diesem Projekt soll die Struktur und das Stellungsverhalten verschiedener Nebensatz-typen in einer repräsentativen Stichprobe der Sprachen der Welt untersucht werden, um die Prinzipien der linearen Strukturierung komplexer Satzkonstruktionen zu ermitteln. Da diese sprachtypologisch bisher nicht systematisch untersucht worden sind, will die Studie nicht nur deskriptive Generalisierungen zur Linearisierung komplexer Sätze liefern, sondern die in der (meist einzelsprachspezifischen) Literatur diskutierten Hypothesen zu den Motivationen für das Stellungsverhalten von Nebensätzen sprachübergreifend überprüfen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Wörter und Sätze so angeordnet werden, dass sie möglichst effizient verarbeitet werden können (Hawkins 2004). Da bei der Sprachverarbeitung sowohl strukturelle als auch konzeptuelle und pragmatische Aspekte eine Rolle spielen, beruhen die meisten Stellungsmuster auf mehreren, oft miteinander konkurrierenden Motivationen. Durch die Verwendung quantitativ-statistischer Verfahren wird es möglich, Korrelationen zwischen den Stellungen von Nebensätzen und verschiedenen morphosyntaktischen, semantischen und diskurspragmatischen Aspekten von komplexen Sätzen systematisch zu untersuchen. Wir erwarten, dass sich die relative Stärke und das Zusammenspiel verschiedener Motivationen in signifikanten Korrelationen widerspiegeln. Die empirischen Ergebnisse sollen nicht nur für eigene Publikationen genutzt, sondern auch anderen Forschern in Form einer elektronischen Datenbank in vollem Umfang zugänglich gemacht werden.

Mitarbeiter:
Karsten Schmidtke-Bode
Katja Hetterle


DFG Antrag


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