Prof. Dr. Peter Gallmann
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Mögliche Themen für Abschlussarbeiten
- Korrelate (Nebensatz-Platzhalter)
- Diskussion der Fachliteratur der letzten 25 Jahre: Altmann, Breindl, Oppenrieder, Pütz, Sonnenberg, Sudhoff …
- Links- und Rechtsherausstellung
- Versetzung ins "Vorvorfeld" (linkes Außenfeld) und ins "Nachnachfeld" (rechtes Außenfeld): Übersicht über die in der Fachliteratur beschriebenen Erscheinungen.
- Prädikativ vs. Adverbiale
- Vergleich von Definitionen in geläufigen Grammatiken unter Einbezug der Unterscheidung von Ergänzungen und Angaben.
- Inhaltssätze
- "Inhaltssätze" = Subjekt- und Objektsätze (unter Ausschluss der Relativsätze). Ziel: Vergleich der Subklassifikationen in einschlägigen Arbeiten zur deutschen Grammatik.
- "Relativsätze" mit Satzbezug
- Zum Beispiel: Sie ist doch noch gekommen, was mich freute. Übersicht über Klassifikation und Analyse in der Fachliteratur.
- Spalt- und Sperrsätze
- Das sind Nebensätze zur Hervorhebung, zum Beispiel: Das ist das letzte Mal, dass ich dir den Flaschenöffner ausgeliehen habe. (Vgl. einfach: Ich habe dir den Flaschenöffner das letzte Mal ausgeliehen.) Was ich ihr ausgeliehen habe, war nur ein Flaschenöffner. (Vgl. einfach: Ich habe ihr nur einen Flaschenöffner ausgeliehen.)
- Auch kontrastiv, insbesondere Deutsch–Englisch. (Kontakt für Englisch: Volker Gast, Daniel Wiechmann.)
- Restriktive vs. appositive Relativsätze
- Definitionen in der Fachliteratur, Distribution, Subtypen.
- Partitive Attribute
- Vertiefende Untersuchung eines der folgenden Teilbereiche:
- Genitiv vs. Kasuskongruenz vs. Nominativ als "Nullkasus"
- Kongruenz mit finitem Verb
- Unterlassung der Flexion bei Zahlwörtern vor Maßbezeichnungen
- Unterlassung der Numerusflexion bei Maßbezeichnungen
- Partitive Apposition (?) nach Indefinita: etwas Neues, nichts Neues, jemand Neues
- Vertiefende Untersuchung eines der folgenden Teilbereiche:
- Konstituentenstruktur
- Möglichkeiten der NP-Spaltung
- Varianz bei jemand/niemand
- Sonderfall was für ein
- Gründe für Singularformen wie in: drei Hand breit, drei Kilo schwer
- Stark/schwach nach Personalpronomen
- wir Deutsche(n), ihr Deutsche(n)
- Abfolge attributiver Adjektive
- Theoretisch (mit Einbezug generativer Arbeiten, u.a. zum Italienischen)
- Typologische Ansätze (Hansjakob Seiler, Christian Lehmann)
- Empirie (Achtung, nicht so einfach!)
- Zur Flexion von Farbadjektiven
- Umklammernde Präpositionen
- vom Fenster aus, von Anfang an, durch den Spalt hindurch, am Ufer entlang
- Reflexivkonstruktionen
- In der Arbeit kann ein passender Teilbereich ausgewählt werden, zum Beispiel das mitteldeutsche Reflexivpassiv: Hier kann sich gut erholt werden.
- Nomen: Deklination I
- Schwache Deklination: Regelhaftes und Unerwartetes, zum Beispiel Zeh, Zehe, Zehen
- Nomen: Deklination II
- Feminine Substantivierungen: Gerade, Variable, Illustrierte und dergleichen
- Präferenzen bei dessen/deren/derer; (Teilthemen gesondert untersuchbar)
- Konkurrenz mit Possessivum
- Belebtheit pränominal; Belebtheit postnominal; Belebtheit Genitivobjekt
- Numerus von derer
- dessen neü(n) Freunde, Annas neü(n) Freunde
- Zur Normgeschichte von dessen/deren/derer (Becker, Wustmann usw.)
- Nah- und Ferndeixis im Deutschen
- Neutralisierung von dieser und jener
- Konkurrenz von jener und derjenige
- Faktoren der Kasuswahl bei Präpositionen
- Status im Wortschatz
- Textsorte
- Genitivregel
- Monoflexion
- Zur Diachronie der substantivischen Kasusmarkierung
- Zum Beispiel: Dativ-e
- Nominalphrasen ohne Nomen
- Nominalisierungen
- Ellipsen
- Morphosyntax von Kardinalzahlen
- Laienverschriftung von Dialekten (Augst 2006)
- Silbengelenk
- Vokallänge
- Die semantische Subklassifikation von Inhaltssätzen
- Syntax und Semantik des prädikativen Nominativs
- Das Dativobjekt in der Grammatiktheorie
- Partikelverben in der Grammatiktheorie
- Die letzten Genitivobjekte: Norm und Varianz
- Subjektellipsen im Mittelfeld
- [vergeben]
- Funktionale Neutralisierung von Präteritum und Perfekt
- Empirie: Vermeidung dreigliedriger Perfekte (Passiv, Konstruktionen mit Modalverben, lassen…)
- Starke und schwache Verben
- Tendenzen zur Verregelmäßigung
- Tendenzen zur Verunregelmäßigung (Damaris Nübling)
- Tendenzen zum Abbau von Oppositionen im Bereich transitiv/intransitiv
- Verben auf -el, -er, -en
- Schwa-Tilgung und Schwa-Epenthese, auch im Konjunktiv