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Wie lange benötigt man, um von Jena nach Hamburg zu kommen?
Das läßt sich pauschal nicht beantworten. Es gibt nämlich viele Möglichkeiten. Mit dem Flugzeug? Mit dem Auto? Das Fahrrad? Vielleicht sogar zu Fuß... Hier geht es um eine völlig andere. Mit einem Floß!

Start in Jena auf der Saale, Ankunft in Hamburg auf der Elbe. Aber nicht etwa nonstop! Jedes Jahr steht nur ein (verlängertes) Wochenende zur Verfügung. Da wird das Floß aufgebaut und man läßt sich treiben... Irgendwann kommt man am Ende des Wochenendes irgendwo an. Das Floß muß abgebaut werden... Das ist dann der Startpunkt für das Folgejahr. Denn genau dort wird wieder aufgebaut... Insofern kann sich eine Floßfahrt ganz schön hinziehen. Der Weg ist das Ziel!

Die erste Etappe begann im Jahre 1994 vor unserer Haustür in Jena auf der Saale. Das Ziel Hamburg wollten wir bis zu unserem Rentenalter erreichen. Am Ende ging dann alles schneller, als wir ursprünglich dachten. Bereits nach 19 (in Worten neunzehn!!!) Jahren kamen wir in Hamburg an. Das hätte nicht mal unsere tolle Bundesregierung gedacht, hat sie doch (extra wegen uns?) das Rentenalter nach oben gesetzt, um unsere Ankunft zu sichern. Auch weil wir nun diese künstliche Verlängerung bekommen haben, wollen wir nun weiterflößen. Wir werden den Teil der Elbe befahren, den wir noch nicht kennen. Die Phase2 der Floßtour beginnt also nun an der deutsch-tschechischen Grenze und führt uns bis zur Saalemündung, welche wir bereits 2002 auf der 9. Etappe passierten…

Ursprünglich wollten wir Phase2 im Jahr 2013 starten. Das dritte Juni-Wochenende war (wie immer!) gesetzt. Doch die Ereignisse überschlagen sich, gehen doch gerade große Teile der uns nur allzu gut bekannten Gegenden in einem erneuten „Jahrhunderthochwasser“ unter. Jeden Abend kommt nach der Tagesschau ein Brennpunkt, manchmal erkennt man nicht nur die Gegend, sondern sogar einzelne Gebäude die mit unserer Tour in Verbindung stehen. Und des öfteren sogar Leute, die wir während der Tour kennenlernen durften. Bei denen sind meine Gedanken in diesen Tagen…

Denn momentan erreicht uns eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Eigentlich ist hier die große Politik gefragt. Warum Teile unserer Armee am Hindukusch stehen, hat sich mir noch nie erschlossen. Erst recht nicht, warum marode, aber angeblich systemrelevante Banken, über Nacht mit Milliardensummen gerettet werden müssen. Da wird ganz schön geklotzt, während man momentan bei der Hilfe für die Flutopfer mehr kleckert...
Dagegen können wir nicht viel tun. Was wir aber können, ist das „Pfund“, welches wir sonst in unsere Flößerkasse hauen, diesmal in eine Spende zur Beseitigung von Flutschäden zu wandeln. Und genau dazu möchte ich Euch alle hiermit aufrufen.

Aber wie machen wir das am besten? Ein guter Ansatz ist immer „Think Global, act Local“. Deshalb glaube ich, dass eine Spende an den USV in Jena keine schlechte Idee ist...

Ansonsten freue ich mich auf die nächste Etappe im Jahr 2014.

Uwje