Es wird die Verbindung eines Apple Rechners an das Netz der FSU Jena beschrieben. Tauscht man die spezifischen Einträge und Telefonnummern der FSU Jena gegen andere (die natürlich bekannt sein müssen: Telefonnummer, Kennzeichen, Passwort, Mailserver für ein- bzw. ausgehende Mails sowie ev. Besonderheiten des Anbieters) aus, so ist die Verbindung zu anderen Rechnern und Anbietern prinzipiell auch in dieser Weise möglich.
Getestet sind die Verbindungen unter MacOS 7.53 (Modem- und Ethernet) bzw. MacOS 8.6 (Ethernet) auf PPC9500 sowie einem iBook unter MacOS9.1. Bei neueren Betriebssystemen und Rechnern können die Einträge an anderen Stellen nötig sein. Internet-Assistenten unterstützen Sie dabei. Es sind nahezu die gleichen Eingaben wie unten erläutert notwendig.
Hardwaremäßige Voraussetzung ist ein Modem- oder Ethernet-Anschluss an das Netz bzw. WLAN. Das ist zumindest ein Kabel (RJ45 bei Ethernet sonst Modemkabel) oder eine aktivierte Antenne im/am Rechner. Außerdem muss eine entsprechende Verbindung (Ethernet oder Telefon) geschaltet sein. Wenn die Umgebung der Uni Jena in die Internet-Verbindung mit einbezogen werden soll, nutzen Sie DFN@home oder VPN mit Mac OS X. Der VPN-Client ist leider nur unter MacOS X kostenlos (bis MacOS 9 kostet er 114 $ bei www.netlock.com).
Welche softwaremäßigen Angaben zu machen sind, hängt von der Netzanbindung ab und soll im Folgenden beschrieben werden. Sollten Sie mit diesen Ausführungen keinen Erfolg haben, so sind die Adressen der Apple Beratungszentren in Deutschland zu empfehlen.
Ethernetverkabelung ist insgesamt einfacher und um ein Vielfaches schneller als mit Modem. Das Ethernetkabel ist in die Buchse <-> am Rechner und auf der anderen Seite in den Ethernet-Anschluss zu stecken (dort aber erst, wenn alle Einträge gemacht sind!). Im den Kontrollfeldern ist TCP/IP aufzurufen. TCP/IP sollte in allen Betriebssystemen ab 7.5 enthalten sein. Open Transport muß installiert sein!
Vor der Verbindung sollte man sich von seinem Netzverantortlichen eine gültige IP-Nummer für den Rechner, die Router- und Server-Adressen, die Subnetzmaske sowie den Namen der lokalen Domain (Starting domain name) geben lassen. Außerdem muss die Dose freigeschaltet sein, wo das Ethernet-Kabel eingesteckt wird. Zur Sicherheit muss in der Uni Jena auch die Netzkarte (MAC-Adresse) dem URZ bekannt sein.
Im Kontrollfeld TCP/IP sind folgende Einträge notwendig (alle Angaben
sind Beispiele, genaue Werte beim Netzverantwortlichen erfragen!
Anstelle von 141.35.1.32 ist jetzt 141.35.1.80 richtig):
Wie geschrieben wollen die Netzwerkverantwortlichen wollen gewöhnlich die MAC-Adresse des Rechners wissen, damit nur dieser Rechner mit seiner Netzkarte (sie trägt die weltweit eine eindeutige Adresse) an einer bestimmten Dose Netzzugang hat. Diese MAC-Adresse steht in den verschiedenen MacOS-Versionen an unterschiedlichen Stellen: Im obengenannten Kontrollfeld TCP/IP unter Info oder im Systemordner, Apfelmenue, Utilities, Apple System Profiler, Systemprofil, Apple Talk. Sie ist eine aus 12 Hexadezimalziffern gebildete Zahl, z.B. 00059AC0CA0F.
Weiterhin ist der Name des Rechners (Nutzers) anzugeben. Man kann ihn bei der Erstinstallation des Netzes mit dem Assistenten oder durch das Kontrollfeld File Sharing/Start, Netzwerkidentifikation eintragen (mit dem URZ absprechen).
Im Prinzip ist die Vorgehensweise unter MacOS X gleich. TCP/IP steht nun in den Systemeinstellungen, Netzwerk und die MAC-Adresse ist dort gleich mit angegeben. Zum Einstellen der Daten sind Administrator-Rechte notwendig.
Wird ein Modem angeschlossen, so muß auch die entsprechende Steckdose vorhanden sein! Am besten ist eine Dose mit drei Steckbuchsen. Die mittlere dient dem Telefon, die linke dem Modem als Anschluss. Das Modem wird zwischen Rechner und Steckdose geschaltet und am Rechner mit einem Spezialkabel (beim Händler erfragen) in die Buchse mit dem Telefonsymbol gesteckt. Bei internen Modems (wie bei den meisten Macs) genügt das i.A. mitgelieferte Kabel allein.
Ein Test auf hardwaremäßig richtigen Anschluss kann man zunächst mit Miniterm, einem Terminalprogramm machen. (Anmerkung: Wenn Sie Miniterm auf einem Windows-Rechner laden, bekommen Sie ein *.exe File, das aber auf dem Mac genauso behandelt wird wie ein *.bin File!). Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass man alles Schritt für Schritt ausprobieren kann, wie das Modem reagiert. Das Modem sollte auf die Eingabe der Zeichenkette AT (Attention-Code) das Wort OK ausschreiben. Groß- oder Kleinschreibung ist beliebig. Danach ist die Einwahl ATDT40771 (Tonwahl, sonst DP wie Pulswahl) bzw. ATX3DT40771 (im Univ.-Netz) oder ATDT4693 bzw. ATX3DT036414693 (außerhalb der Uni) möglich und eine Verbindung zum RZ-Rechner sollte eröffnet werden.
Beim Einwählen aus einer Telefonanlage kann man vorher ATX3 zu probieren. Der X-Befehl legt den Bereich der Modemmeldungen fest (zur Bedeutung der Befehle und ihrer Parameter ist das Benutzerhandbuch des Modems zu konsultieren).
Das Modem muss nun hörbar wählen und (nach einiger Wartezeit) eine Ausschrift der Uni Jena anzeigen. Man wird aufgefordert, sein Kennzeichen und das Passwort einzugeben. Anschließend wählt man PPP bzw. einen Rechner aus, der daraufhin noch einmal Kennzeichen und Passwort abfragt. Die Verbindung funktioniert hier nur in das UNIX-Netz (nicht in die PC-Netze) und nur bei gültigem Kenn- und Passwort!
Wenn diese Verbindung fehlerfrei erfolgt ist, sollte das Nächste ebenso
funktionieren:
TCP/IP bzw. das Kontrollfeld TCP/IP ist anzuklicken und folgendes
einzutragen (siehe oben):
Verbindung: MacPPP
Konfigurationsmethode BootP Server (oder PPP Server)
Innerhalb der Universität ist ein Anmeldescript erforderlich, wenn
man sich mit einem Modem (Telefon-Nummer 40771) einwählt. Bei neueren
MacOS-Versionen wird dieser Script als Datei eingelesen, bei älteren
ist ConfigPPP aufzurufen und folgende Einträge sind zu machen:
Terminal Window muß leer bleiben (sonst hängt das Modem).
Feld Config anklicken und eintragen:
Server Name: (beliebig)
Port speed: modemabhängig
Phone num: 40771 (Uni) oder 940771 bzw. 4693 (außerhalb der Uni)
oder 03641940771 (außerhalb Jenas)
Modem Init: ATZX3 oder ATX
Connect Script anklicken und folgenden Dialog eintragen:
Für Kennwort muß das vom RZ vergebene, benutzerspezifische Kennwort verwendet werden. Anstelle von Passwort steht das eigene Passwort. Die übrigen Einträge sind wortwörtlich zu übernehmen (also assword: und nicht Password). Erst jetzt kann das Feld OPEN angeklickt werden (vorher ergibt das Anklicken keine Reaktion), nun müssen allmählich alle Modemlampen leuchten bzw. grausige Töne aus dem interen Modem schallen. Die Verbindung ist aktiviert und braucht später nicht neu aufgebaut zu werden, solange die Dioden leuchten. Allerdings muß man auch mit nicht selbst verursachtem Trennen der Verbindung rechnen.
Bei Einwahl von einer Telefonanlage ist meist eine kleine Wartezeit nach der Null erforderlich. Dies erreicht man durch Einfügen eines (oder zwei) Kommas oder eines w vor die eigentliche Telefonnummer, z.B. 0,4693.
Weitere mögliche Eintragungen in den Anwendungsprogrammen sind:
News Server: news.uni-jena.de
Mail Server (outgoing mail) smtp.uni-jena.de
Host-Adresse: xxxxxx.rz.uni-jena.de
Achtung! xxxxxx ist der Name eines speziellen Rechners im RZ, der in jedem Falle durch den Namen des eigenen Rechners ersetzt werden muß! Ebenso ist rz durch den Namen der lokalen Domain (Starting domain name) zu ersetzen.
Bei den Fragen des Internet-Assistenten muss unter dem Feld Wählton ignorieren ein Häkchen eingesetzt werden (Klick)! Die Einträge von TCP/IP bzw. PPP (Remote Access) können jederzeit korrigiert werden, indem man das entsprechende Feld öffnet.
Beispiel: Anschluss eines internen Modems vom iBook (MacOS9.1) an Uni-Rechner
Apple/benutzte Programme/Internet-Zugang bearbeiten aufrufen,
Seite2: beliebiger Name eines Internet-Zugangs, Modem anklicken
Seite3: Modem: Apple Internes 56K Modem, Anschluss: Internes Modem,
Tonwahl anklicken, Wählton ignorieren anklicken !!
Seite4: Telefonnummer: 4693 (aus Jena-Stadt, sonst 036414693),
Login-Kennzeichen: xxxxxx Kennwort: yyyyyyyy
Seite5: PPP-Verbindungsscript: Nein anklicken
Seite6: IP-Adresse zugewiesen: Nein anklicken
Seite7: DNS-Adressen: 141.35.1.16 sowie 141.35.1.80,
Domain-Namen: rz.uni-jena.de
Seite8: E-Mail-Adresse: xxxxxx@rz.uni-jena.de,
Kennwort: (leer lassen oder ev. eintragen)
Seite9: E-Mail-Account: xxxxxx@pop.uni-jena.de,
SMTP: smtp.uni-jena.de
Seite10: Newsgroup-Host: news.uni-jena.de
Seite11: Proxy: Nein anklicken
Zusammengefasst sind folgende Programme für die eigentlichen Netzdienste
notwendig (sind auf dem ftp-Server der fsuj01 unter /ftp/pub/mac oder CDs
erhältlich oder können durch Anklicken auf den PC geladen und auf einem
Mac im Netz installiert werden):
- MacPPP (Modemanschluss)
- Miniterm (Einwahl in ein Rechnernetz)
- Better Telnet
- FTP
Eventuell sind neuere Versionen aus dem Internet zu laden.
Es sind bei Telnet/Edit/Preferences bzw. unter /Options/GeneralPreferences/HomePageLocation oder /Mail und News Preferences/Servers die MailServer-Adresse z.B. imap.uni-jena.de bzw. die NewsServer-Adresse z.B. news.uni-jena.de anzugeben. Ein Rechner (z.B. fsujxx) außerhalb des RZ-Netzes muss mit dem vollen Namen (fsujxx.yy.uni-jena.de) eingetragen werden. yy ist der Beginn der lokalen Domain des Instituts.
Netscape, InternetExplorer oder ein anderer Browser sind meist schon im
Betriebssystem enthalten.
Wer Mails senden und empfangen möchte, muss (z.B. bei Netscape in den
/Edit/Preferences/Mail & Groups/Mail Server) folgende Eintragungen machen
(gilt nur für Nutzer der RZ-Unix-Dienste):
Mail server user name: (user)
Outgoing mail (SMTP) server: smtp.uni-jena.de
Incoming mail server: imap.uni-jena.de
Die zu installierende Software liegt in der Regel in einem für den Datentransport im Netz günstigen (binären) Format vor, so dass man ohne Expansionsoftware (z.B. StuffIt-Expander) nicht auskommt. Die Programme unterliegen einem schnellen Wandel der Versionen. Es ist günstig, wenn man die neuesten Eigenschaften nutzen möchte, auch diese neuen Versionen zu installieren (am besten aus dem Netz laden).
Hier die empfohlenen symbolischen Namen der Server im Jenaer Uni-Netz
(man beachte, dass seit 2001 statt pop3 nun imap verwendet werden kann):
- Mailserver : smtp.uni-jena.de
- imap-Server : imap.uni-jena.de
- ftp-Server : ftp.uni-jena.de
- Newsserver : news.uni-jena.de
- Gopher : gopher.uni-jena.de
- WWW-Server : www.uni-jena.de
- WWW-Caching server: www-cache.uni-jena.de
- Zeitserver : timesrv.uni-jena.de, timesrv1.uni-jena.de
Modem- und Ethernet-Anschlüsse kann man auch parallel betreiben, da viele Macs beide Schnittstellen besitzen, also zuhause etwa mit Modem und in der Uni mit Ethernet. Die PPP-Eintragungen bleiben erhalten, lediglich TCP/IP ist von PPP auf Ethernet umzuschalten.
Ist trotz aller Anstrengungen mit dem Modem keine Verbindung
möglich, dann empfiehlt sich die folgende Internetseite:
http://www.leo.org/information/computer/software/macintosh/.
Schließlich gibt es noch NewsGroups,
in denen man zum Modem an einem Mac Fragen stellen kann.
Auch viele andere Universitäten in Deutschland führen Seiten zum Anschluss
eines Mac an das Internet. Vielleicht finden Sie dort etwas, was gerade Ihr
Problem löst.
Eine gute Anlaufadresse zu allen Fragen rund um den Apple-Computer ist der
Computerdienst Jena
Felsbachstraße 5
07745 Jena (Göschwitz)
Ansprechpartner:
Wolfgang Knop
E-Mail: Wolfgang.Knop@cd-jena.de
Weitere Fragen und Hinweise zu dieser Seite und zum Mac (Hardware, Software):
R.Schubert, Zi. 1208, Tel. 40561,
Email: Robert.Schubert@uni-jena.de